Trierer Nord- und Südbad: Schwimmen in Schichten mit Online-Anmeldung

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Bürgermeisterin Elvira Garbes weist mit Frank Brandscheid, Betriebsleiter des Südbads (l.), und Matthias Ulbrich vom Amt für Schulen und Sport auf die erforderliche Online-Reservierung vor dem Besuch der Freibäder hin. Foto: Presseamt Trier

TRIER. Pünktlich zur Hitzewelle, die für diese Woche erwartet wird, öffneten das Nord- und Südbad vergangenen Samstag ihre Türen. Dass der Freibadbesuch aufgrund der Corona- Pandemie in diesem Sommer anders sein wird als gewohnt, machten Bürgermeisterin Elvira Garbes und Matthias Ulbrich vom Amt für Schulen und Sport bei einem Orts-
termin im Südbad deutlich.

Die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung erarbeiteten in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt ein Hygiene- und Betriebskonzept für beide Bäder. Daher gelten besondere Regeln, um das Infektionsrisiko niedrig zu halten. In beiden Bädern wird die Besucherzahl begrenzt: Ins Südbad dürfen pro Tag maximal 1000 Menschen. Diese verteilen sich auf je 500 auf zwei Zeitfenster – von 11 bis 14.30 und von 15.30 bis 19 Uhr. Im Nordbad sind maximal 600 Personen pro Tag erlaubt – von 8 bis 11, 12 bis 15 und 16 bis 19 Uhr. Am Wochenende besuchten rund 500 Gäste das Nord- und 300 das Südbad.

Erforderlich für den Einlass ist eine vorherige Online-Reservierung, die auch über www.suedbadtrier.de oder www.trier.de erreichbar ist. Hier wählen die Badegäste ein Zeitfenster unter Angabe ihrer Kontaktdaten aus. Sie erhalten dann eine Bestätigung mit einem Barcode, die ausgedruckt mitgebracht werden muss. Alternativ wird der Barcode an der Kasse gescannt. Dort wird auch bezahlt. Die Reservierung ist für drei Tage im Voraus für bis zu fünf Personen möglich. Nach dem Ende des jeweiligen Zeitfensters müssen alle Gäste das Freibad verlassen, damit alles desinfiziert und gereinigt werden kann. Die Bäder können auch in mehreren Zeitfenstern täglich besucht werden, allerdings ist jeweils eine separate Reservierung erforderlich. Auch in die Becken darf nur eine bestimmte Zahl von Personen, um die Abstandsregeln einzuhalten. Im Schwimmerbecken im Südbad sind 70 Personen erlaubt, im Freizeitbecken 100 und im Wasserspielgarten sieben. Im Mehrzweckbecken des Nordbads dürfen 32 Personen ihre Bahnen ziehen, auf der Restfläche 39. Das Planschbecken bleibt gesperrt.

Die neuen Vorgaben werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bäder kontrolliert. Um den zusätzlichen Personalbedarf abdecken zu können, werden die Stadtwerke die städtischen Freibäder mit insgesamt zehn Personen unterstützen. Aus diesem Grund werden Hallenbad und Saunagarten erst nach der Freibadsaison wieder öffnen.

In beiden Bädern bleiben die Wasserrutschen, Sprungtürme und Sportfelder gesperrt. Der Kiosk im Südbad öffnet unter Beachtung der Auflagen. Da eine Öffnung des Kiosks im Nordbad für den Pächter nicht wirtschaftlich wäre, bleibt er vorerst geschlossen. Für beide Bäder wurde ein Wegekonzept erarbeitet, so gibt es etwa im Südbad eine Einbahnregelung in den Umkleidebereichen. Zudem ist nur jeder fünfte Garderobenschrank geöffnet und Toiletten sowie Urinale sind teilweise gesperrt. Die Sammelumkleiden im Nordbad bleiben geschlossen, ebenso die Warmduschen. In den Umkleiden, Toiletten und im Eingangsbereich muss ein Mund-Nasenschutz getragen werden.

Aufgrund der Einschränkungen reduziert und vereinfacht die Stadt die Eintrittspreise für beide Bäder: Die Einzelkarte für Erwachsene kostet drei statt fünf Euro, für ermäßigte Tickets werden 1,50 statt drei Euro fällig. Es gibt keine Zehner- und Saisonkarten, keine Seniorentarife, Schülerferienkarten und Gruppentarife. Die Familientarife bleiben bestehen.

Durch die verspätete Öffnung, Mindereinnahmen und den erhöhten Aufwand geht die Stadt von Mehrkosten in beiden Bädern von 500.000 bis 600.000 Euro für dieses Jahr aus.
Bürgermeisterin Elvira Garbes und Matthias Ulbrich, stellvertretender Leiter des Amts für Schulen und Sport, appellieren an die Badegäste, Verantwortung zu übernehmen und sich an die Regeln zu halten.

4 KOMMENTARE

  1. Also wer tut sich diesen Schwachsinn überhaupt noch an? Erstaunlich was sich die eingeschüchterte Bevölkerung von Dreyer und ihren Bütteln alles gefallen lässt. Überwachung, Kontrolle, bald auch noch auf der Toilette ….

    Das Personal dieser Bäder kann einem nur leid tun. Wenn man sich diese Trauergestalten auf dem Photo anschaut wundert man sich allerdings über nichts mehr.

    Diese Bürgermeisterin bestätigt schon optisch die Erkenntnis, dass in der Politik eine gezielte Nagativauslese stattfindet. Die Auswirkungen spüren wir ja immer mehr.

    • Das wäre in der Tat eine gute Idee, aber leider bilden sich vor allem in den Uferbereichen im Sommer „Blaualgen“ (Cyanobakterien). Die sind ungesund für Mensch und Tier.
      Ursächlich sind niedrige Fließgeschwindigkeit, mehr wärmere Tage mit höheren Temperaturen und der Eintrag von Nitrat und Stickstoff durch Überdüngung.
      Da würde ich doch lieber in eines der Eifelmaare ausweichen.

  2. Ich werde in meiner Badewanne zusammen mit meiner Gummiente wahrscheinlich mehr Spaß haben als die armen Teufel in den Bädern.

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