Kurt Beck verteidigt WM-Stadionbau – Planinsolvenz als Chance!

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John Macdougall // dpa

Der frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck sieht in der Planinsolvenz des 1. FC Kaiserslautern mehr Chance als Risiko. «Am schönsten wäre, wenn man die Planinsolvenz durch eine Einigung mit den bisherigen Geldgebern beenden könnte und dadurch ein Neuanfang möglich wäre», sagte der Sozialdemokrat am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Die Entscheidung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), wegen Corona bei einer Insolvenz nicht neun Punkte abzuziehen, sei auch eine Möglichkeit für einen Neuanfang, so Beck. Der Drittligist hat beim Amtsgericht Kaiserslautern einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Den FCK drücken Schulden in Höhe von etwa 24 Millionen Euro.

Die neue Geschäftsführung mache einen guten Eindruck und den jetzt handelnden Personen vertraue er, sagte Beck. Deren Vorgehen stehe in «einem ehrlichen Bemühen, dass die Zankereien in der Vergangenheit nicht mehr Maßstab von Handeln sind».

«Ich bin selbst mit 5000 Euro solidarisch beteiligt», sagte der 71-Jährige. Das Geld habe er vor einem Jahr im Rahmen der Fan-Anleihen gegeben und nicht erwartet, es zurückzubekommen.

Tiefere Ursachen der Finanzkrise des Vereins sehe er nicht in dem Bau des Fritz-Walter-Stadions für die WM 2006, sondern in der Zeit nach der deutschen Meisterschaft der Pfälzer 1998. «Es war damals eine Entscheidung des Vereins, sich für die Weltmeisterschaft zu bewerben. Ich habe die Entscheidung unterstützt und stehe dazu», sagte Beck. «Wir wären in und um Kaiserslautern an vielen Stellen nicht so weit wie wir heute sind, ohne dieses Ziel WM.»

Nach dem überraschenden Titelgewinn als Aufsteiger damals habe man damals «die vielleicht zu optimistische Hoffnung» gehabt, man könne auf Dauer in der Spitze der Bundesliga mitspielen, so Beck. Danach seien eben Spielerverträge gemacht worden, die für Kaiserslautern auf Dauer nicht tragfähig gewesen seien.

13 KOMMENTARE

  1. Gibt es den immer noch????

    Was will er? Wer nimmt den noch ernst?

    «Wir wären in und um Kaiserslautern an vielen Stellen nicht so weit wie wir heute sind, ohne dieses Ziel WM.»

    Ja wo ist man denn jetzt in KL????

  2. Pontius Pilatus ist auferstanden und wäscht seine Hände in Unschuld.
    Zudem muss die Aussage von Herrn Beck, „Ich bin selbst mit 5000 Euro solidarisch beteiligt. Das Geld habe er vor einem Jahr im Rahmen der Fan-Anleihen gegeben und nicht erwartet, es zurückzubekommen“ wie Hohn in den Ohren vieler Fans klingen, die nicht auf ein jährliches Salär von mehr als 100.000 Euro zurückgreifen können, wozu noch die „Aufwandsentschädigung “ für die „Arbeit “ bei der Friedrich Ebert-Stiftung kommt.
    Sic tacuisses philosophus mansisses! ….Hättest du geschwiegen, wärst du ein Philosoph geblieben!

  3. Kurt for President. Am Ende seiner Amtszeit als MP hat mal ein Journalist ausgerechnet, daß er – umgelegt auf die 18 Jahre – täglich eine Million neue Schulden für RLP gemacht hat. TÄGLICH.
    Das muß ihm erstmal einer nachmachen.

  4. “ täglich eine Million neue Schulden für RLP gemacht hat. TÄGLICH.
    Das muß ihm erstmal einer nachmachen. “

    Malu schafft das 🙂

    • Ja, sie könnte es noch schaffen. Ein paar Jahre Zeit hat sie ja -leider- noch.
      Aber machen wir uns nichts vor. Was danach kommt, wird auch nicht besser sein.

  5. Die SPD ist immer noch die beste Partei für Rheinland-Pfalz! Kurt Beck war und ist ein Segen für unser Land, auf das andere Bundesländer neidisch zu uns herüber blicken!

  6. @Deichbuddler

    Hier gibt es einen Troll der unter meinem edlen Benutzernamen postet. Eventuell jemand vom Verein“Buntes Trier“, dem meine kritische Denkweise nicht gefällt und der den Diskussionsverlauf stören will.

    „Buntes Trier“ wird ja von Dreyer und dem Klausi mit Steuergeldern gepäppelt, damit die gegen böse Menschen vorgehen können, die ein abweichende Meinung haben. Die verfassungsfeindliche und gewaltbereite Antifa gehört auch zu den Organisationen, deren Unterstützung von der SPD gerne in Anspruch genommen wird, wenn gedanklich unabhängige Menschen eingeschüchtert und diskriminiert werden sollen.

    Natürlich gehört die SPD mittlerweile zu den unwählbaren Parteien. Ein Trauerspiel, das sage ich als ein Wähler, der zu Zeiten von Brandt und Schmidt voller Überzeugung SPD gewählt hat.

    • Hallo Beobachter. Das mit dem Troll habe ich auch schon gemerkt. Vom Stil her könnte es Jenny sein. Kann sich rhetorisch wahrscheinlich nicht ausdrücken (von den ganzen Emojis mal abgesehen). Mal sehen wann er falsche Kommentare in meinem Namen rausbringt. Gut dass seine Mailadresse bei Lokalo gespeichert ist. Gibt also juristische Möglichkeiten.

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