Isegrim im Hunsrück: Erstmals Wolf mit DNA-Probe nachgewiesen

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Foto: dpa-Archiv

KASTELLAUN/MAINZ. Erstmals haben Experten auch im Hunsrück einen Wolf mit einer DNA-Probe nachgewiesen. Das Raubtier riss vermutlich in der Nacht auf den 1. Mai ein Schaf in der Verbandsgemeinde Kastellaun, wie das rheinland-pfälzische Umweltministerium in Mainz am Donnerstag mitteilte. Eine DNA-Analyse des Schafrisses durch das Frankfurter Senckenberg Forschungsinstitut habe eindeutig einen Wolf als Ursache ausgemacht. Sein Geschlecht habe nicht eindeutig ermittelt werden können. Der Schafhalter enthält laut Ministerium eine Entschädigung.

Vermutlich näherte sich der Wolf im Mai auch einem Jäger. Dieser filmte das Tier mit seinem Handy in der neuen Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein, rund 20 Kilometer vom Schafriss entfernt. Die Bildqualität reichte allerdings nach den Angaben nicht aus, um eindeutig von einem Wolf sprechen zu können.

Ob das Raubtier dauerhaft im Hunsrück lebe, könne erst mit einem weiteren DNA-Nachweis binnen eines halben Jahres bestätigt werden. Der örtliche sogenannte Großkarnivorenbeauftragte halte Ausschau nach Kot und habe eine Wildtierkamera installiert, teilte das Umweltministerium weiter mit.

Bisher wurden sesshafte Wölfe in Rheinland-Pfalz nur im Westerwald nachgewiesen, darunter ein Wolfsrudel. Einzeltiere tauchten unter anderem auch in der Pfalz sowie bei Mainz auf, wo ein Wolf auf einer Autobahn überfahren wurde. Insgesamt wiesen Experten seit 2012 zwölf Wölfe in Rheinland-Pfalz nach.

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