Eigenes Kind umgebracht – junge Mutter schlug Säugling mehrmals gegen Tischkante

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Die Fassade des Landgerichts Koblenz. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv

Bildquelle: Gericht Koblenz

Weil sie ihr eigenes Baby getötet haben soll, steht eine junge Mutter von heute an schon zum zweiten Mal vor dem Landgericht Koblenz.

Die Anklage wirft der 24-jährigen Frau Totschlag vor. Sie soll im August 2018 in Altenkirchen im Westerwald als Patientin einer Klinik für Suchttherapie ihrem viermonatigen Sohn tödliche «Gewalteinwirkungen» gegen den Hinterkopf zugefügt haben.

Das Landgericht verurteilte die Frau bereits im Februar 2019 wegen Totschlags zu sechs Jahren Haft. Nach der Revision der Angeklagten und der Staatsanwaltschaft hob der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil unter Verweis auf mehrere Rechtsfehler und Widersprüche auf. Nun muss eine andere Strafkammer des Landgerichts den Fall neu aufrollen.

In der BGH-Entscheidung heißt es unter Verweis auf das erste Urteil des Landgerichts, das Baby habe in der Tatnacht im gemeinsamen Bett seine Mutter angelächelt. Dieser seien damit die Erinnerungen an die als traumatisch empfundene Zeugung des Kindes und an seinen Vater hochgekommen. Die Angeklagte habe ihren Sohn mit seinem Hinterkopf dreimal wuchtig gegen eine Tischkante geschlagen, um die Erinnerung an den Kindsvater und das Lächeln des Säuglings auszulöschen.

5 KOMMENTARE

  1. ich glaub es geht noch , es gibt genug Hilfe für solche Sachen aber andere verurteilen wenn Sie Ihr Kind zur Adoption freigeben.

  2. 3 x einen Säugling auf die Tischkante schlagen und dann noch in Revision gehen. Warum rief sie sich keine Hilfe in der Klinik? Soll auch nachts möglich sein. Und nach diesem Gemetzel an einem lächelnden Baby aber noch in Revision gehen… Hoffentlich wird sie niemehr schwanger, was ich bezweifle bei diesen Karrieren.

  3. Der Elterninstinkt ist bei der Geburt des Nachkommens noch nicht voll ausgeprägt. Erst wenn der Nachwuchs circa das 5. Lebensjahr erreicht, ist der Elterninstinkt bei den Eltern komplett etabliert. Die Waffenhoheit des Staates benötigt eine Mindestmenge von Elternteilen in der Bevölkerung, um weiterhin in der Hoheit zu bleiben, denn Kinderlose sind ‚Revoluzzer auf der Balz‘. Der Staat denkt „Verbrechern fehlt einfach nur eine Frau“ und demnach werden (vornehmlich) gescheiterte Individuen in die Elternschaft hinein manipuliert. Dann meinen die Staatsleut, so leicht ist alles in Butter, aber in Wirklichkeit ist es das erst mit Erreichen des 5. Geburtstags des Sohnemanns/Töchterchens.

  4. Mir wird schlecht, wenn ich sowas lese. Es gibt Verhütungsmittel, den Weg der Adoption, Pro Familia usw.
    Wie kann man einer Suchtkranken einen Säugling mit in den Entzug geben. Anderen Familien oder Alleinerziehenden nimmt man ihre Kinder für weniger weg. Für mein Verständnis stehen hier nicht alle Verantwortlichen vor Gericht!

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