Neueste Methodik für Tunnelbau zwischen Ehrang und Kordel

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Deutsche Bahn

Gleichzeitig Bauen und Fahren im Eisenbahn-Tunnel? Das geht mit einer besonderen Methode, die als Arbeitsplattform quasi einen Tunnel im Tunnel baut. Während die Männer von dem mobilen Portal aus die Innenschale der Röhre Stück um Stück abtragen, rollen die Züge unter ihnen weiter übers Gleis. Wie zum Beispiel zurzeit im Kuckuckslay-Tunnel zwischen Trier-Ehrang und Kordel: Dort wird der 150 Jahre alte Tunnel erneuert und vergrößert.

Um die 70 Prozent des 450 Meter langen Bauwerks seien bereits geschafft: Der Tunnelradius sei auf dieser Strecke bereits um 1,20 Meter geweitet worden, sagt der Projektleiter der Deutschen Bahn, Stefan Vetter, in Frankfurt am Main. Der Gleisabstand wird von 3,50 auf vier Meter vergrößert, um heutigen Anforderungen zu entsprechen.

Bundesweit ist der Kuckuckslay-Tunnel der achte, der mit der «Tunnel-im-Tunnel-Methode» auf Vordermann gebracht wird. Die meisten von ihnen liegen in Rheinland-Pfalz und in Hessen an der Nahe- und an der Lahnstrecke. Warum alle dort? «Weil dort in den wunderbaren Tälern die meisten Tunnel sind», sagt Vetter.

Für weitere Arbeiten nach dieser Methode gebe es noch rund fünf weitere Tunnels auf der Lahn- und auf der Nahestrecke, die in nächster Zukunft als Projekte geplant seien. «Auf diesen beiden Strecken liegt momentan unser Fokus. Es gibt viel zu tun.» Bundesweit gebe es mehr als 700 Tunnel.

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