Uni Trier: Erforschung von Böden wird mit mehreren Millionen gefördert

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TRIER. Prof. Dr. Sören Thiele-Bruhn von der Universität Trier will untersuchen, wie Böden als System funktionieren und wie sie sich durch den Klimawandel verändern.
Das von Prof. Dr. Sören Thiele-Bruhn von der Universität Trier koordinierte Programm “SoilSystems“ zur Systemökologie von Böden wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als Schwerpunktprogramm gefördert. Ziel des Programms ist es, die thermodynamische Steuerung von Energie- und Materieflüssen und deren Wechselwirkungen mit lebenden und nicht lebenden Komponenten im Bodensystem zu erforschen.

Die von der DFG neu bewilligten 14 Schwerpunktprogramme werden für zunächst drei Jahre mit insgesamt rund 85 Millionen Euro und einer zusätzlichen 22-prozentigen Programmpauschale gefördert. Die Verteilung der Mittel auf die einzelnen Verbünde erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. In Schwerpunktprogrammen sollen wissenschaftliche Grundlagen besonders aktueller oder sich gerade bildender Forschungsgebiete untersucht werden. Alle Programme sind stark interdisziplinär ausgerichtet und zeichnen sich durch den Einsatz innovativer Methoden aus.

Nicht zuletzt durch den globalen Klima- und Landnutzungswandel richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung von Böden zum Beispiel als wesentlicher Speicher von Kohlenstoff in Form organischer Bodensubstanz. Mit Hilfe moderner Forschungsmethoden wird immer klarer, wie sehr Böden als System zu verstehen sind, das als Teil des gesamten Ökosystems energetisch durch die Sonne angetrieben und viel stärker als bisher vermutet durch biologische Aktivität gesteuert wird. „Diesen Zusammenhang auf Basis der Energiebetrachtung zu entschlüsseln, ist ein neuer Ansatz, der schlussendlich dazu beiträgt, die Eigenschaften und das Funktionieren von Böden besser zu verstehen sowie exaktere Aussagen machen zu können, wie sich Bodensysteme in einer wandelnden Welt verhalten werden“, erläutert Professor Sören Thiele-Bruhn das Forschungsziel.

„Was im Boden geschieht, welche Austauschprozesse sich im Alltag weitgehend unsichtbar vor unseren Augen, ja, unter unseren Füßen, vollziehen, wird in diesem neuen Verbundprojekt im Mittelpunkt stehen. Es wird getragen von der großen Bedeutung natürlich ablaufender Prozesse und natürlich von dem Engagement aller beteiligten Einrichtungen. In den kommenden Jahren wird uns dieses Projekt mit seinen Beobachtungen und Ergebnissen regelmäßig begleiten“, gratulierte Prof. Dr. Michael Jäckel, Präsident der Universität Trier. Der Erfolg bei starker Konkurrenz ­– die 14 neuen Verbünde wurden aus 49 Bewerbungen ausgewählt – sei auch dem langen Atem des Forscherteams um Professor Sören Thiele-Bruhn zu verdanken.

Die Beteiligten des Schwerpunktprogramms „SoilSystems“:

(Systems ecology of soils – energy discharge modulated by microbiome and boundary conditions)

Koordinator

Prof. Dr. Sören Thiele-Bruhn, Universität Trier, Bodenkunde, FB VI
Planungsgruppe

Prof. Dr. Gabriele E. Schaumann, Universität Koblenz-Landau
Prof. Dr. Liliane Rueß, Humboldt-Universität Berlin
Prof. Dr. Matthias Kästner, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, Leipzig
Prof. Dr. Christoph Tebbe, Thünen Institut Braunschweig

1 KOMMENTAR

  1. Warum hat Prof. Sören Thiele-Bruhn als Koordinator nicht Prof. Dirk Löhr vom CENTER FOR LAND RESEARCH für die Planungsgruppe angefragt? Denn als Sozialökonomen der seit Dekaden im Produktionsfaktor „Boden“ forscht sowie lehrt – könnte Löhr sicherlich eine Bereicherung für die Forschungsstudien sein.

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