Freibäder und Kinos dürfen öffnen: Nur zwei Neuinfektionen

In der Corona-Pandemie fallen weitere Einschränkungen. Die Zahl der Neuinfektionen bleibt gering.

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Zahlreiche Lockerungen bringen in der Corona-Krise am (morgigen) Mittwoch ein Stück Alltag zurück. Zugleich führen Abstands- und Hygienegebote dabei allerdings zu ganz neuen Regeln in Freibädern, Kinos, Fitnessstudios, Tanzschulen und Spielhallen. Ein Überblick:

LOCKERUNGEN: Fitnessstudios, Freibäder, Kinos und Theater dürfen ab Mittwoch wieder öffnen. Hallensport ist auch wieder möglich. Auch für die Gastronomie und Hotellerie gibt es nach der 8. Corona-Bekämpfungsverordnung weitere Lockerungen. Die Sperrzeit wird um eine halbe Stunde verlängert – bis 22.30 Uhr. Speisen und Getränke dürfen auch wieder an Theken ausgegeben werden, die Gäste müssen sie allerdings am Tisch zu sich nehmen. Buffets wie beispielsweise beim Frühstück in Hotels können wieder angeboten werden, wenn die Speisenabgabe über Service-Personal erfolgt («bedientes Buffet»). Biergärten können auch wieder über ihre Theken verkaufen und die Begrenzung auf sechs Menschen an einem Tisch draußen entfällt.

Bis zu 100 Menschen dürfen sich ab Mittwoch draußen wieder versammeln, unter Einhaltung der Abstandsregeln. Flohmärkte sind auch wieder erlaubt.

FALLZAHLEN: Die Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz haben erneut nur zwei neue Corona-Infektionen gemeldet. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg von Montag auf Dienstag auf 6596 (Stand 10.00 Uhr), wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie Ende Februar blieb bei 228. Die meisten Todesfälle gab es mit 26 in der Stadt Mainz, gefolgt vom benachbarten Kreis Mainz-Bingen (25) und dem Westerwaldkreis (21). Im Bundesland gebe es nun 6077 genesene Fälle, teilte das Ministerium mit. 291 Menschen im Land sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert.

SCHULEN: Der Philologenverband hat Tempo bei der Planung des neuen Schuljahres angemahnt und Nachrüstungen in Schulgebäuden gefordert. Es brauche baldmöglichst Planungssicherheit für das kommende Schuljahr, teilte der Verband am Dienstag in Mainz mit. Für die Zeit nach den Ferien müsse in Sanitärbereichen von Schulen nachgebessert werden, nötig seien auch mehr Planstellen für Gymnasiallehrkräfte und eine Verschiebung des Abiturs ab 2021 in den Mai und Juni auch für G9-Gymnasien und Integrierte Gesamtschulen, um die Prüfungen aus der Grippezeit im Winter zu nehmen.

DISKRIMINIERUNG BEHINDERTER: Beschwerden über Diskriminierungen behinderter Menschen etwa in Geschäften häufen sich in der Pandemie nach Angaben des Integrationsministeriums in Rheinland-Pfalz. Aus Unwissenheit und Sorge vor einem Bußgeld werde Menschen mit Behinderungen der Zutritt zu Läden verwehrt, teilte das Ministerium am Dienstag in Mainz mit. Dabei sei inklusives Denken und respektvolles Handeln im Corona-Alltag besonders wichtig, sagte der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen, Matthias Rösch, laut einer Mitteilung. Er hat gemeinsam mit der Landesantidiskriminierungsstelle ein Merkblatt zu dem Thema erarbeitet, das Ladeninhaber informieren soll.

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