Frauenwerkstatt – Malu Dreyer: „Frauen gehören auch ins Weltall“

6
Foto: dpa-Archiv

MAINZ. „Frauen müssen überall hin können, auch ins Weltall. In fast 60 Jahren Raumfahrt, die ja bezeichnenderweise bemannt heißt, war bisher keine deutsche Astronautin im All. Ich freue mich ganz besonders, dass ich mit Dr. Insa Thiele-Eich und Claudia Kessler zwei Frauen zu Gast habe, die alles dafür tun, damit sich das endlich ändert“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrer Frauenwerkstatt, die aufgrund der Corona-Pandemie digital in einem Videoformat stattfand.

Rückwärtsgewandte Denkmuster behinderten Frauen noch immer dabei, das Gleiche leisten zu können wie ihre männlichen Kollegen. Dass Frauen Wissenschaftlerin, Astronautin und Mutter zugleich sein können, beweise Dr. Thiele-Eich sehr eindrucksvoll. Sie sei von der Stiftung „Die erste deutsche Astronautin“ ausgewählt worden und werde voraussichtlich Mitte 2021 zu einer zehntägigen Mission auf der ISS aufbrechen brechen können. Gemeinsam mit Claudia Kessler, die die Astronautin GmbH gegründet habe, verbinde sie die Faszination für den Weltraum und die Überzeugung, dass Frauen alles werden können. „Das Projekt ist nicht nur wissenschaftlich ambitioniert und notwendig, es ist vor allem auch von großer gesellschaftlicher Relevanz für die Mission Geschlechtergerechtigkeit. Frauen-Vorbilder so wie unsere deutschen Astronautinnen müssen sichtbar gemacht werden“, so die Ministerpräsidentin. Sie würden nicht nur Grenzen zwischen Erde und Weltall überwinden, sondern auch die Grenzen im Kopf. „Die erste Deutsche im All wäre ein ganz starkes Signal für alle Mädchen und Frauen.“

Die Corona-Pandemie habe auch gezeigt, was Frauen in klassischen Berufen leisteten, besonders in der Pflege und Fürsorge. Es reiche nicht aus, höflich zu klatschen und Danke zu sagen, um dies wertzuschätzen. „Diese Aufgaben, die vorwiegend von Frauen ausgeübt werden, müssen auch entsprechend monetär gewürdigt werden. Deshalb setzt sich die Landesregierung für einen flächendeckenden Pflegetarifvertrag ein und hat die Aufstockung des Pflegebonus auf bis zu 1.500 Euro aus Landesmitteln beschlossen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Es dürfe kein Zurück in Sachen Gleichberechtigung geben. Wer für Gleichheit eintrete, kämpfe für mehr soziale und ökonomische Gerechtigkeit. Das sei die Mission für die Zukunft unserer Töchter.

Die Veranstaltungsreihe „Zu Gast bei Malu Dreyer -Frauenwerkstatt“ findet seit 2014 statt und kommt dem Wunsch der Ministerpräsidentin nach, andere interessierte Frauen kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Referentinnen sind engagierte Frauen aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur.

6 KOMMENTARE

  1. In hochqualifizierte Positionen gehören die Fähigsten unabhängig vom Geschlecht. Dieses Quotenstreben muss aufhören. Das gilt für Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Ist Mann die zweite Wahl muss er zurückstehen. Ist Frau die zweite Wahl muss sie ebenfalls zurückstehen. Wir sind doch nicht im rot-grünen Kindergarten.

  2. Ich kenne auch 2 Frauen die man unbedingt mal „one way“ in den Weltraum schicken sollte .
    Die eine sitzt in Berlin die andere in Mainz . Schwerelosigkeit und Gehirnlosigkeit passen bestimmt gut zusammen .

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.