Wenige Corona-Neuinfektionen: Proteste in Rheinland-Pfalz

Am Samstag gibt es nur wenige Neuinfektionen mit dem Corona-Virus in Rheinland-Pfalz. Die Kliniken im Bundesland kehren vorsichtig zum Normalbetrieb zurück.

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Foto: dpa-Archiv

TRIER/MAINZ. In Rheinland-Pfalz sind von Freitag auf Samstag zehn festgestellte Corona-Infektionen hinzugekommen. Damit werden im Bundesland nun 6586 bestätigte Fälle von Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 gezählt, wie das Gesundheitsministerium in Mainz am Samstag mitteilte (Stand 10.00 Uhr). Währenddessen normalisiert sich der Betrieb in den Kliniken des Landes. Verschobene Eingriffe werden nachgeholt, Besuchsregeln gelockert. Stationen für Corona-Patienten oder auch Infektionsambulanzen zählen viel weniger Patienten als noch vor einigen Wochen.

INFEKTIONSZAHLEN: In Rheinland-Pfalz sind von Freitag auf Samstag zehn weitere Corona-Infektionen registriert worden. Damit werden im Bundesland nun 6586 bestätigte Fälle von Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 gezählt, wie das Gesundheitsministerium in Mainz am Samstag mitteilte (Stand 10.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, liegt demnach bei 227 – das ist einer mehr als am Vortag. Aktuell sind laut Ministerium 363 Menschen im Bundesland mit dem Corona-Virus infiziert, 5996 Patienten gelten als genesen. 14 Landkreise und Städte in Rheinland-Pfalz verzeichneten in den letzten sieben Tagen keine Neuinfektionen.

KLINIKEN: Nach Wochen des Ausnahmebetriebs in der Corona-Pandemie normalisiert sich die Lage in Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz allmählich wieder – vor allem angesichts sinkender Infektionszahlen. Entsprechend sind deutlich weniger Betten in den Stationen für Covid-19-Patienten belegt, teils werden Besuchsverbote gelockert. Verschobene Operationen werden nachgeholt. Dennoch sei noch nicht völlige Normalität eingekehrt, hieß es. «Wir planen längerfristig einen Klinikalltag mit Covid-19», sagte die Sprecherin des Klinikums Ludwigshafen. Es sei nicht davon auszugehen, dass die Krankheit in einigen Wochen keine Rolle mehr spiele.

AUSBILDUNG: Die Corona-Pandemie wird nach Einschätzung der Handwerkskammern in Rheinland-Pfalz nicht zu einem Einbruch bei Ausbildungsplätzen führen. Zwar habe es zu Beginn der Krise zunächst eine Delle bei der Zahl eingehender Ausbildungsverträge gegeben, sagte der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkerkammern in Rheinland-Pfalz, Kurt Krautscheid, der auch Präsident der Handwerkskammer Koblenz ist. Aber diese werde nun schrittweise wieder behoben. Eine Telefonaktion habe in den vergangenen Tagen ergeben, dass allein die Betriebe der Koblenzer Handwerkskammer für dieses Jahr noch mehr als 800 Lehrstellen, 410 Einstiegsqualifizierungen und 850 Praktikumsplätze bereitstellten.

PROTESTE: Bei Demonstrationen in Rheinland-Pfalz haben am Samstag mehrere Dutzend Menschen gegen die Corona-Beschränkungen protestiert. Laut Polizei verlief alles friedlich. In Worms kamen rund 40 Menschen zu einer Kundgebung zusammen, aufgrund des schlechten Wetters habe der Veranstalter die Kundgebung frühzeitig beendet. «Witterungsbedingt ist heute einfach wenig los», sagte ein Sprecher der Polizei. In Kreuznach trafen sich rund 80 Menschen, um gegen die Corona-Beschränkungen zu demonstrieren. In Kaiserslautern waren für eine Kundgebung am späten Nachmittag rund 200 Teilnehmer angekündigt. «Aber ob die bei dem schlechten Wetter auch alle kommen, bleibt abzuwarten», sagte ein Sprecher der Polizei.

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