Rheinland-Pfalz stockt Pflegebonus um bis zu 500 Euro auf

Rheinland-Pfalz hat sich jetzt auch für eine Corona-Prämie für Beschäftigte in der Altenpflege entschieden. Finanziert werde die bis zu 500 Euro komplett aus Landesmitteln - die Arbeitgeber bleiben außen vor.

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Christoph Schmidt/ dpa-Archiv

MAINZ. Rheinland-Pfalz stockt den 1000-Euro-Pflegebonus der Bundesregierung um bis zu 500 Euro auf. Das hat das Kabinett am Dienstag in Mainz beschlossen, wie die Staatskanzlei berichtete.

In Rheinland-Pfalz arbeiten rund 55 000 Menschen in Einrichtungen der Altenhilfe. Die Kosten für den Pflegebonus im Rahmen eines Nachtragshaushaltes in Rheinland-Pfalz bezifferte die Landesregierung auf 18 bis 22 Millionen Euro.

In dem Gesetz ist für Beschäftigte in der Altenpflege je nach Arbeitsumfang eine gestaffelte Prämie von bis zu 1.000 Euro vorgesehen.

Diese Prämie kann durch die Länder oder die zugelassenen Pflegeeinrichtungen gestaffelt auf bis zu 1.500 Euro erhöht werden. Der Höchstbetrag ist dabei für Vollzeitbeschäftigte in der direkten Pflege und Betreuung vorgesehen. Auch Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, Helfer im freiwilligen sozialen Jahr und Leiharbeiter sowie Mitarbeiter in Servicegesellschaften sollen eine gestaffelte Prämie erhalten. In der zweiten Jahreshälfte will die Bundesregierung entscheiden, in welchem Umfang der Bund Zuschüsse für den Bonus gewährt.

„Ich freue mich, dass die Beschäftigten in der Altenpflege mit dem Pflegebonus Anerkennung für ihre wichtige Arbeit erhalten. Die Pflegekräfte in unserem Land sind wertvoll für unsere Gesellschaft und verdienen unser aller Dank“, betonte Ministerpräsidentin Dreyer.

Ministerin Bätzing-Lichtenthäler ergänzte: „Rheinland-Pfalz nutzt die im Bundesgesetz vorgesehene Möglichkeit, den einmaligen Bonus für die Pflegekräfte aufzustocken. Ich bedaure jedoch, dass dies ohne die Beteiligung der Arbeitgeber in der Pflege passiert.“

Zudem bekräftigte sie die Forderung nach einem flächendeckenden Tarifvertrag in der Pflege. „Ich werde mich weiter dafür stark machen, so dass die Pflegekräfte auch nach der Corona-Pandemie finanziell bessergestellt werden“, sagte die Ministerin.

10 KOMMENTARE

  1. Super👍👍 ist ja auch billig weil die meisten Einrichtungen mit so wenig Fachpersonal arbeiten und der Hauptteil von Assistenten besteht.
    Die schauen mal wie schon bei der Bezahlung in das tiefe Loch um was zu bekommen wo ohne sie keine Heim betrieben könnte werden. Sie stehen an der Front!!! Nicht weniger eher mehr wie andere. Und zum guten Ende wird der Bonus auf die Bewohner und Angehörige um gelegt wo Pflege schon eigentlich nicht mehr bezahlbar ist. Alles wird unverändert bleiben und die Pflege weiter keine Lobby haben. Schön das ihr dabei gewesen seit um Applaus zu klatschen. Aber das wird am Ende auch der ganze Lohn gewesen sein um allen die in diesen miesen Branchen zu arbeiten . Wir müssen nicht zu Schlachthöfen schauen um die Arbeitsverhältnisse zu finden.
    Weder Personal noch Bewohner wurden geschützt sondern nur abgesperrt und gehofft .

    • Habe höchsten Respekt vor allen die diesen Job machen und trotzdem jeden Tag freundlich und nett versuchen zu sein . Nur wir Angehörigen sehen und hören ja auch was für Zustände in fast allen Heimen herrscht. Personal am Limit und auch schon weit darüber und das seit Jahren vor Corona

  2. Frau Dreyer wir nehmen sie beim Wort und möchten sehen das sie sich einsetzen.
    Wir sagen unseren Kindern schon sie sollen keine Versprechungen machen die nicht gehalten werden.

  3. Das ist auf jeden Fall SEHR langsam!
    Aber: was ist mit unseren anderen Pflegekräften?
    Was ist z.b. mit den Kräften die beeinträchtigte Menschen pflegen? In Bayern bekommen diese Pfleger auch den Pflegebonus. Denke das das nicht so ganz fair ist! Wo ist denn der Unterschied ob man behinderte oder alte Menschen pflegt?
    Ich denke das diesem Pflegepersonal gleich viel Respeckt gegenüber gebracht werden sollte.
    Aber da dies in unserer Gesellschaft ein Tabuthema ist, wird dies wahrscheinlich auch nicht weiter angeschnitten und diskutiert.

  4. Versprechen, Klatschen, Merci Schoko verteilen. Ich glaube in der nächsten Krise werden die Pflegekräfte klatschen und zuhause bleiben.Der Bonus tut den Altenpflegern gut ,aber er hilft nicht.Alle anderen im Gesundheitswesen fühlen sich verarscht.Die Landesregierung hat mal wieder versagt. Hr.Spahn hat viel versprochen und geredet. Die Cdu ist bei 40 %. und die Spd kann noch nicht mal die Krise nutzen.

  5. mit dem Bonus soll von der Zwangsverkammerung der Pflegekräfte in Rheinland Pfalz abgelenkt werden. Jeder Kranken/Altenpfleger, jede Krankenschwester/ Altenpflegerin sollen nach dem Wunsch von Frau Dreyer Zwangsmitglied in einer Zwangskammer werden und Pflichtbeiträge abführen mit denen sich die Wasserköpfe dieser Zwangskammer ein schönes Leben machen können. Pflegekräfte seid wachsam……

  6. Da muss erstmal eine Pandemie ausbrechen , damit unsere Regierung merkt daß bei der Entlohung von Pflegekräften einiges nicht stimmt !? Krankenhäuser genau wie Alten und Pflegeheime gehören in Staatliche Hand mit einheitlicher und geregelter Bezahlung , so wie es bis 1985 der Fall war . Dank Agenda 2010 hat sich das ja wesentlich verschlechtert , mittlerweile sind 70 % aller Krankenhäuser im Besitz von Konzernen . Wenn Cororna vorbei ist , gerät diese Berufsgruppe schnell wieder in Vergessenheit .Der Wahnsinn geht dann weiter und die Löhne werden durch ausländische Pflegekräfte zusätzlich gedrückt .

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