Problematik Großveranstaltungen – Grüne Trier wollen autofreien Sonntag verschieben

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22.09.2019, Baden-W¸rttemberg, Stuttgart: Autogegner vom B¸ndnis ´Kesselbambuleª errichten spontan eine Straflenblockade auf der B14 in der Stuttgarter Innenstadt, und halten Transparente mit der Aufschrift ´#autofreiª (r) und ´Support your local planetª. Die Stadt hatte f¸r den ´Autofreien Sonntagª nur eine von zwei Fahrbahnen der B14 gesperrt - Das war den Gegnern zu wenig. Foto: Christoph Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Einschränkungen durch die Ausbreitung des Corona-Virus haben zu einem wahren Boom von nicht organisiertem Freizeitverhalten geführt. Spaziergänge, vor allem aber Radfahrten, haben massiv zugenommen. Das ist sehr erfreulich, wurde doch gleichzeitig die Straßenverkehrsordnung dahingehend geändert, dem Fahrrad als Verkehrsmittel mehr Raum zuzugestehen

. Durch die neuen Regeln, wenn sie eingehalten werden, wird das Radfahren sicherer und erfährt mehr Akzeptanz. Insofern könnte der vom Stadtrat auf Antrag der Fraktion Bündnis 90 / die Grünen beschlossene autofreie Sonntag am 20. September ein Höhepunkt dieser positiven Entwicklung sein.

Leider erweist sich aber nun, dass die Verwaltung in den vergangenen Wochen andere Schwerpunkte setzen musste und auch weiterhin muss, als die Vorbereitung eines solchen Aktionstags. Somit sind die noch zur Verfügung stehende Zeit und die entsprechenden Ressourcen nicht mehr ausreichend, einen solchen Aktionstag entsprechend vorzubereiten. Darüber hinaus zeichnet sich ab, dass wegen der weiterhin bestehenden Kontaktbeschränkungen die Durchführung von Großveranstaltungen auch über den August hinaus problematisch sein wird.

Wie Bernhard Hügle, einer der verkehrspolitischen Sprecher, mitteilt, ist die Fraktion aus den genannten Gründen bereit, den autofreien Sonntag von September auf das kommende Frühjahr zu verschieben. Dennoch werden kleinere, dezentrale Aktionen im Rahmen der Europäischen Woche der Mobilität von Mittwoch, 16., bis Dienstag, 22. September, in Zusammenarbeit mit anderen Akteuren vorbereitet.

Auch werde die Fraktion die zügige Umsetzung der im Radverkehrskonzept verankerten Maßnahmen zur Verbesserung des nicht motorisierten Verkehrs einfordern. In der kommenden Stadtratssitzung am 26. Mai werde man einen Antrag einbringen, um der Radmobilität in Trier einen grundsätzlich höheren Stellenwert einzuräumen. Konkret gehe es unter anderem um Maßnahmen zur generellen Verbesserung der Erreichbarkeit des Hauptbahnhofs, sagt Ole Seidel, ebenfalls verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion. Teil dieses Antrags wird auch die Einrichtung eines Schutzstreifens in der Ostallee sein.

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