Verbraucherzentrale: Beratung zu OP-Masken nicht immer korrekt

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Ein Frau hält ihren Mundschutz in der Hand. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild/Archiv

Die Beratung und Informationen in Apotheken zum Umgang mit OP-Masken sowie zu deren Wiederverwertung sind nicht immer korrekt. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in einem nicht repräsentativen Marktcheck laut einer Mitteilung von Donnerstag. Ende April hatte die Verbraucherzentrale in 45 Apotheken in Rheinland-Pfalz und 25 Online-Shops Preise und Informationen zu medizinischen Mund-Nasen-Schutzmasken (OP-Masken) überprüft.

Die Preisspanne der getesteten Apotheken und Online-Shops lag zwischen 0,57 Euro und 3,95 Euro pro OP-Maske. In 35 der 45 getesteten Apotheken war laut Verbraucherzentrale die Beratung zum Eigen- und Fremdschutz korrekt. Zehn Apotheken wiesen jedoch darauf hin, die OP-Masken dienten in gleichem Umfang sowohl dem Eigen- als auch dem Fremdschutz. «Das stimmt nicht», so die Verbraucherschützer.

In den Online-Shops fehlten vielfach eindeutige Aussagen zu den Schutzeigenschaften der Masken, falsche Versprechungen in Bezug auf den Schutz vor einer Infektion wurden nicht gefunden. Zehn Apotheken gaben den Hinweis, FFP2 Masken könnten wiederverwendet werden, wenn sie bei etwa 60 bis 70 Grad 30 Minuten lang im Backofen getrocknet werden. Sieben Apotheken empfahlen dieses Vorgehen auch bei OP-Masken. Diese Aussage entsprach laut Verbraucherzentrale zum Erhebungszeitpunkt den Empfehlungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte. Allerdings habe das Institut am 30. April 2020 seine Empfehlung geändert und rate aktuell zu einer 90-minütigen Erhitzung auf 90 Grad. Manche Apotheken hätten auch geringere Temperaturen oder kürzere Trocknungszeiten angegeben, was zu keinem Zeitpunkt den Empfehlungen entsprochen habe.

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