Bis zu 20 Personen gemeinsam im Freien – Luxemburg lockert Corona-Einschränkungen

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Foto: dpa-Archiv

LUXEMBURG. Luxemburg lockert die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einschränkungen für die Bevölkerung. «Wir haben es geschafft, das Schlimmste zu vermeiden», sagte Regierungschef Xavier Bettel am Montag nach einer Kabinettssitzung vor Journalisten.

Vom 11. Mai an dürften sich bis zu 20 Personen gemeinsam im Freien aufhalten, müssen aber die Abstandsregeln einhalten. In geschlossenen Räumen sind sechs Personen erlaubt. Bisher durften Luxemburger ihre Wohnungen nur mit einem triftigen Grund verlassen.

Jeder Luxemburger bekomme demnächst 50 Schutzmasken per Post zugesandt, teilte Bettel mit. Auch die Berufspendler aus Deutschland, Frankreich und Belgien sollten diese Masken bekommen – die Verteilung werde von der Armee übernommen. Bettel sagte, er hoffe auf eine Eröffnung von Restaurants und Cafés zum 1. Juni. «Wir wissen, welche Probleme die Gastronomie hat», betonte er. Ob und in welchem Umfang das möglich sein werde, hinge von Bedingungen ab, über die noch entschieden werden müsse.

Auch ein großer Teil der kleineren Geschäfte dürfe am 11. Mai wieder öffnen. Dies gelte auch für Friseure, die allerdings mit ihren Kunden Termine vereinbaren müssen. Indoor-Spielplätze, Kinos und Bowlinghallen blieben weiterhin geschlossen.

Mehrere luxemburgische Gemeinden protestierten am Montag gegen die von der deutschen Seite angeordneten Kontrollen und Sperrungen an der Grenze zu Luxemburg. In Grenzorten wie Schengen und Grevenmacher wurden die Europaflaggen auf halbmast gesetzt.

Die Zahl der in Luxemburg positiv auf Covid-19 getesteten Menschen beläuft sich auf 3828 (Stand Montag 17.30 Uhr). Es gab bislang 96 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

2 KOMMENTARE

  1. Ja, in Luxemburg sind die Maßnahmen in der jetzigen Krise strenger als in Deutschland. Das weiss ich von meinem Bruder, der in Luxemburg lebt. Wenn Luxemburger nur aus einem wichtigen Grund ihre Wohnungen verlassen sollen kann ich nicht nachvollziehen was sie in Deutschland machen wollen. Den Aufschrei wegen Grenzkontrollen von Teilen der Bevölkerung an der Grenze, hüben wie drüben, verstehe ich nicht. Die Fahnen auf halbmast zu setzen finde ich kindisch. Wenn die EU wegen der Grenzkontrollen infrage gestellt wird gibt mir das sehr zu denken.

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