Wenige Corona-Verstöße – Friseurbetriebe vor Wiedereröffnung

Ordnungskräfte in Rheinland-Pfalz überwachen weiter die Einhaltung des Kontaktverbots. Viel zu tun haben sich am Samstag nicht. Unterdessen laufen in den Friseurbetrieben die Vorbereitungen für Wiedereröffnungen.

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Foto: dpa-Archiv

MAIN/TRIER. Angesichts des schlechten Wetters haben Ordnungskräfte in Rheinland-Pfalz nur wenige Verstöße gegen das Kontaktverbot in der Corona-Pandemie registriert. Bei Regen und Temperaturen von neun bis 14 Grad verschlug es vergleichsweise wenige Menschen ins Freie. Es sei alles ruhig, Hauptgrund sei das Wetter, sagte ein Sprecher der Polizei in Mainz am Samstag. Auch die Polizei-Dienststellen in Trier und Koblenz meldeten keine größeren Einsätze wegen des Kontaktverbots. Hier die Themen vom Samstag in der Region im Überblick:

FRISEURE BEREITEN SICH VOR

Unter strengen Auflagen dürfen Friseursalons in Rheinland-Pfalz ab Montag wieder öffnen. Bis dahin müssen die Inhaber ihre Läden vorbereiten und Mitarbeiter schulen. Es gilt, einen von der Branche entwickelten Arbeitsschutzstandard zu beachten. Friseure werden einen Nasen-Mund-Schutz tragen sowie Handschuhe, die Kunden ebenfalls Masken. Ein Haarschnitt ohne waschen ist vorerst tabu. Klar sei, es könnten erstmal weniger Kunden als normal bedient werden, und der Aufwand pro Kunde werde deutlich mehr, erklärte Guido Wirtz, Vorsitzender Landesinnungsmeister beim Landesverband Friseure und Kosmetik Rheinland.

RECHNUNGSHOF RUFT ZU DISZIPLIN AUF

Die Kommunen sollten sich nach Einschätzung des Rechnungshofs mit Einsparungen und einer Anhebung der Grundsteuer gegen finanzielle Belastungen in der Corona-Krise wappnen. Den Städten, Gemeinden und Landkreisen stünden erhebliche Steuereinbrüche und krisenbedingte Mehrausgaben bevor, sagte Rechnungshofpräsident Jörg Berres. Mit Blick auf den auch in der Krise vorgeschriebenen gesetzlichen Haushaltsausgleich seien daher «Maßnahmen zu ergreifen, um die zusätzlich drohenden Defizite auf das Unabweisbare zu begrenzen».

VERLUSTE FÜR VEREINE

Der Landessportbund Rheinland-Pfalz sieht viele seiner Vereine in der derzeitigen Coronavirus-Pandemie in einer prekären Situation. Dies sagte Präsident Jochen Borchert. «Vereine mit größeren wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben und Zweckbetrieben haben teilweise dramatische Einnahmeverluste durch den Ausfall des Spielbetriebs, durch ausfallende Kurse, Trainingscamps, etc.» Besser gehe es Vereinen, die sich nahezu ausschließlich über Mitgliedsbeiträge finanzieren.

MASKEN PROBLEM FÜR HÖRGESCHÄDIGTE

Das Tragen von Mund-Nasen-Masken erschwert gehörlosen und hörgeschädigten Menschen die Kommunikation. Da die Masken den Mund komplett verdecken, können viele Hörgeschädigte nicht erkennen, wenn sie jemand anspricht, wie Sonja Grünwald vom Fachdienst für Hörgeschädigte in Mainz mitteilte. Seit dieser Woche gilt in ganz Deutschland eine Maskenpflicht in Geschäften und im Nahverkehr. Es sei für Gehörlose, die bei der Kommunikation auf das Mundbild angewiesen seien, ein Problem, dass nun ausgerechnet dieses verdeckt werde. Die Gehörlosen benötigten das Mundbild nicht nur gegenüber Personen, die die Gebärdensprache nicht beherrschten, sondern auch gemeinsam mit der Nutzung von Gebärdensprache, sagte Grünwald.

INFEKTIONSZAHLEN Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz hat sich am Samstag erneut nur leicht erhöht. Die Behörden registrierten einen Anstieg um 34 auf 6130 Fälle, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte (Stand: 10.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle liegt nun bei 176 (Vortag: 173). Die Zahl der als genesen geltenden Patienten liegt bei 5000.

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