Corona: Länderchefs wollen regional differenzierte Maßnahmen

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Foto: dpa-Archiv

Vor den Bund-Länder-Beratungen am Donnerstag haben sich mehrere Ministerpräsidenten für eine stärkere regionale Differenzierung der Corona-Maßnahmen ausgesprochen.

Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet (CDU) sagte der «Welt» (Donnerstag), bei den zentralen Fragen im Umgang mit der Pandemie sei Einigkeit im Länderkreis nötig. Zugleich sei man sich einig, dass man von guten Erfahrungen untereinander profitieren könne. «Die Bundesregierung habe ja gerade erst darauf hingewiesen, dass es aufgrund der unterschiedlichen Betroffenheit durchaus ein regional unterschiedliches Vorgehen geben könne», betonte Laschet.

Ähnlich äußerte sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) vor den Beratungen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). «Bei dem Gespräch der Länder mit der Bundeskanzlerin muss es darum gehen, dass wir uns weiterhin um eine größtmögliche Einigkeit in grundsätzlichen Fragen bemühen. Dabei muss es immer auch Raum für regional unterschiedliche Ausgestaltungen geben, da Regionen unterschiedlich stark betroffen sind», sagte Dreyer der «Welt».

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte der «Welt»: «Da es für eine flächendeckende, bundesweite Aufhebung der Kontaktbeschränkungen noch zu früh ist, wäre eine stärkere Regionalisierung der Corona-Auflagen eine besonnene Krisenbewältigungsstrategie. Es wäre daher hilfreich, wenn sich alle Bundesländer auf einen gemeinsamen Rahmen einigen könnten, in dem sie mit unterschiedlichem Tempo, abhängig vom regionalen Verlauf des Infektionsgeschehens, vorangehen.»

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