Trampolin statt Sprungbrett: „Wir sitzen auf dem Trockenen“

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TRIER. Wo kein Wasser, da auch kein Training, keine Schwimmschule, kein Peter und Paul-Schwimmfest und auf lange Sicht keine Wettkämpfe: die Sportlerinnen und Sportler des SSV Trier schauen wehmütig in die leeren Trierer Becken und auf den Kalender.

Die nächsten Wochenenden waren gespickt mit Highlights, auf die das ganze Jahr über hintrainiert wurde. Nach den offenen Deutschen Meisterschaften im Schwimmen am kommenden Wochenende, für die sich die 15-jährige Magda Benzmüller schon im Januar beim Euromeet in Luxemburg qualifiziert hatte, wären die Süddeutschen Meisterschaften gefolgt, für die bereits ein 5-köpfiges Team die geforderten Zeiten geliefert hatte.

Bis zum 30.5. hat der DSV alle Wettkämpfe abgesagt, damit auch die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften, für die mit Magdalena Benzmüller und Carlotta Wallerius auch schon zwei junge Athletinnen sicher auf allen drei Hauptstrecken die Tickets gelöst hatten. Trainer Frank Meyer-Höke ist sicher, dass weitere Schwimmerinnen dazu gekommen wären – hätte es denn noch Qualifikationsmöglichkeiten gegeben.

Trotzdem sind alle stolz, dass sie mit den Qualifikationen ihre Ziele erreichen konnten und versuchen derzeit, sich mit Laufen, Krafttraining, Radfahren und nach Trainingsplänen, die der Trainer online verschickt, fitzuhalten. Auch, wenn Landtraining das fehlende Wassertraining nicht kompensieren kann.
Regelrecht ausgedorrt fühlen sich auch die Wasserspringer: sie hätten die bisher überaus erfolgreiche Saison gerne mit Deutschen Meisterschaften gekrönt. Für Greta Keller und Leo Feltes stand im März die DMJC (Deutsche Meisterschaften der Jugend Altersklasse C) in Halle an der Saale an, Lars Keller, Lena-Emily Schmitt und Elias Pfeifer hatten Podestplätze bei den DMJ A und B in Aachen anvisiert. Damit Koordination und Körperspannung nicht verloren gehen, ist auch bei ihnen Kreativität im Training gefordert. Nach Plänen der Trainer Bianca Schmitt und Heiko Goerlich wird im heimischen Garten auf dem Trampolin das Sprungbrett simuliert.

Nichts geht auch bei den Wasserballern. Der Ligabetrieb in Oberliga (1. Mannschaft) und Grenzlandrunde (2. Mannschaft) ist eingestellt, ein Mannschaftstraining nicht möglich. Also geht es auch hier individuell auf die Laufstrecke oder aufs Rad, um wenigstens die Ausdauer zu bewahren. An Ball-, Taktik- und Zweikampftraining ist auf absehbare Zeit nicht zu denken.

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