Asta Trier: Online-Semester klarer Verstoß

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Foto: Universität Trier

TRIER/MAINZ. Studierendenvertreter in Rheinland-Pfalz sehen die erste Woche des Online-Semesters kritisch. «Dieses Semester darf kein Regelsemester sein», forderte Jan Paulus vom Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) Mainz.

Die Einschränkungen durch die Corona-Krise dürften sich nicht auf die Regelstudienzeit auswirken. Es müssten bundesweit gleiche Verhältnisse für Studierende geschaffen werden. Die Server seien teilweise überlastet und stürzten ab, praktische Leistungen könnten nicht erbracht werden. Ähnliches berichten auch die Studierendenvertreter von anderen Unis in Rheinland-Pfalz.

«Wir Studierende merken eine starke Diskrepanz in der Umsetzung», sagte Rudy Bernard Cruz vom Asta der Uni Trier. Beispielsweise müssten in den Online-Vorlesungen einiger Dozenten die Kameras angestellt werden, damit die Anwesenheit nachgewiesen wird. Dabei gebe es keine Anwesenheitspflicht. «Das ist ein klarer Verstoß», erklärte der Studierendenausschuss. Die Studenten seien von einigen Dozenten enttäuscht, aber auch die Dozenten wiederum fühlten sich von der Universitätsleitung im Stich gelassen. «Da geraten wir schnell in einen Teufelskreis.»

Auch an der Uni Koblenz-Landau habe es zunächst leichte Serverprobleme gegeben. Dennoch seien die Verantwortlichen bisher zufrieden. «Unser besonderer Dank geht dabei an die Lehrenden: Sie haben an den beiden Standorten die – wenn auch sehr kurze – Vorlaufzeit bis zum offiziellen Start am 20. April genutzt, fast alle regulär geplanten Veranstaltungen in digitale Formate umzuwandeln», sagte Gerhard Lerch, Pressesprecher der Uni Koblenz-Landau. Die Uni biete rund 90 Prozent der Veranstaltungen online an. Videos und Texte könnten die Studierenden auf speziellen Lernplattformen abrufen.

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