Polizei zufrieden mit Einkaufs-Samstag – Millionenfache Schutzausrüstung

Bei schönem Wetter rausgehen, in den Zoo, zum Sport oder zum Einkaufen - mit Einschränkungen ist das in Rheinland-Pfalz wieder möglich. Halten sich die Menschen dennoch weiter an die Corona-Regeln?

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Am ersten Samstag mit gelockerten Corona-Auflagen haben sich die Menschen in Rheinland-Pfalz laut Polizei vernünftig verhalten. Bei frühlingshaftem Wetter waren zum ersten Mal nach der coronabedingten Zwangspause an einem Samstag Geschäfte wieder geöffnet. Zugleich ist es das erste Wochenende, an dem bestimmte Sportarten unter Auflagen wieder möglich sind sowie Zoos und Tierparks geöffnet haben. Nach wie vor dürfen die Menschen draußen nur mit maximal einer weiteren Person, die nicht zum eigenen Haushalt gehört, unterwegs sein. Auch der Mindestabstand von anderthalb Metern gilt weiter.

«Es läuft alles sehr ruhig, zivilisiert und diszipliniert ab», sagte ein Sprecher der Trierer Polizei. Der Betrieb in der Innenstadt sei mäßig, «man kann nicht sagen, dass sich das gesteigert hat, seitdem die Geschäfte wieder aufhaben». Auch die Polizei in Kaiserslautern meldete: «Alles ruhig». Ein Sprecher der Mainzer Polizei erklärte am Nachmittag ebenfalls, dass bislang alles ruhig sei. Die Polizei aus Ludwigshafen zeigte sich ebenfalls zufrieden: «Es ist alles wie immer», sagte ein Sprecher.

Im Eifel-Zoo war es der erste Samstag seit Langem, an dem Besucher wieder zugelassen waren. «Es läuft», sagte eine Sprecherin am Samstag. Schlangen hätten sich allerdings nicht gebildet. «Besucher können zu jeder Zeit rein, weil sich das alles über den ganzen Tag verteilt.»

SCHUTZAUSRÜSTUNG

Seit Beginn der Corona-Krise hat Rheinland-Pfalz millionenfach Handschuhe und Masken ausgegeben. Wie das Sozialministerium am Samstag auflistete, wurden inzwischen knapp eine halbe Million FFP2-Spezialmasken und zweieinhalb Millionen Mund-Nasen-Schutzmasken verteilt, dazu rund vier Millionen Einmal-Handschuhe und über 28 000 Liter Desinfektionsmittel. Die Ausrüstung ging vor allem an Krankenhäuser und andere Einrichtungen des Gesundheitsdienstes. Arztpraxen und Zahnärzte würden direkt vom Bund beliefert. Gezählt wurden alle Waren, die das für die Beschaffung und Verteilung solcher Güter verantwortliche Landesamt seit dem 18. März verteilt hat.

FALLZAHLEN

Am Samstag (Stand 10.00 Uhr) gab es in Rheinland-Pfalz insgesamt 5831 bestätigte Sars-CoV-2 Fälle. 146 Patienten sind gestorben, 4385 genesen. Die Ausbreitung der Corona-Pandemie in Rheinland-Pfalz hatte sich zuletzt weiter verlangsamt. Am Freitag waren es 5761 Fälle und 138 Tote gewesen.

GÄRTNERN

In den von der Corona-Krise geprägten vergangenen Wochen haben die Rheinland-Pfälzer nach Einschätzung des Landesverbandes Gartenbau mehr zu Gemüsepflanzen gegriffen als sonst. In den letzten zehn Jahren sei die Nachfrage nach diesen Pflanzen mehr oder wenig stetig zurückgegangen, nun hätten die Betriebe einhellig von deutlich mehr Kundeninteresse berichtet, sagte Geschäftsführer Welmar Rietmann der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. «Das scheint ein Corona-Effekt zu sein.»

HANS FÜR ANDERE LADEN-REGEL

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans wirbt für eine Korrektur der zwischen Bund und Ländern vereinbarten Regel, dass nur Geschäfte mit einer Verkaufsfläche unter 800 Quadratmeter wieder öffnen dürfen. In der «Rheinischen Post» (Samstag) sprach sich der CDU-Politiker stattdessen dafür aus, dass ein Kunde pro 20 Quadratmeter in ein Geschäft gelassen werde.

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