Auftakt im Prozess um tödlichen Brand in Idar-Oberstein

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Foto: dpa-Archiv

BAD KREUZNACH/IDAR-OBERSTEIN. Rund sieben Monate nach dem Feuer mit einem Toten in einem Heim in Idar-Oberstein hat am Freitag vor dem Landgericht Bad Kreuznach der Prozess gegen den mutmaßlichen Brandstifter begonnen.

Auf der Anklagebank sitzt ein heute 36 Jahre alter Mann, der selbst seit 2007 in der Einrichtung für Menschen mit psychischen oder körperlichen Beeinträchtigungen gewohnt hatte. Vorgeworfen werden ihm unter anderem Mord und Brandstiftung mit Todesfolge.

Der Mann soll schon lange den Wunsch gehabt haben, auszuziehen, im September 2019 soll der Deutsche laut Staatsanwaltschaft dann das Feuer gelegt haben. Er soll die Nachtruhe abgewartet, Desinfektionsmittel über ein Sofa in einem Aufenthaltsraum im sechsten Stock gegossen und angezündet haben. Dann fuhr der auf einen Rollstuhl angewiesene Mann laut Anklage mit dem Aufzug ins Erdgeschoss, dort drückte er den Notfallknopf. Eine Reihe von Bewohnern erlitt damals Rauchvergiftungen, ein 57 Jahre alter Bewohner kam ums Leben. Nach Angaben des Gerichts hat der Angeklagte, der in Untersuchungshaft sitzt, bereits eingeräumt, den Brand gelegt zu haben.

In dem Prozess ging es am Freitag nach Verlesung der Anklage mit der Beweisaufnahme los, erste Zeugen waren geladen. Bislang sind noch drei weitere Verhandlungstage bis Ende Mai geplant.

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