Konjunktur-Einbruch: Wirtschaft sieht sich im „Corona-Schock“

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SAARBRÜCKEN. Die saarländische Wirtschaft sieht sich nach einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Saarland im «Corona-Schock»: Die Krise habe «zu einem beispiellosen Einbruch der Saarkonjunktur geführt», teilte die IHK am Freitag mit.

Noch nie seit Beginn der Konjunktur-Aufzeichnungen der IHK sei die Stimmung in der Wirtschaft gegenüber dem Vormonat so stark gesunken wie im April. Besonders tief war der Einbruch in der Industrie, im stationären Handel sowie in der Hotellerie und Gastronomie.

Die Meldungen der Unternehmen ließen für 2020 «einen herben Rückgang der Wirtschaftsleistung» befürchten, teilte IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen mit. Wenn sich der abflachende Epidemieverlauf bestätige, sollten «eher morgen als übermorgen weitere Schritte zur Normalisierung der Wirtschaft unternommen werden». Die Betriebe des Hotel- und Gaststättengewerbes dürften nicht bis auf Pfingsten vertröstet werden, ehe sie ihre Geschäfte wieder aufnehmen könnten.

Ein Drittel der Unternehmen befürchtet laut Umfrage, sich wegen der Corona-Krise von Mitarbeitern trennen zu müssen. In der Hotellerie und Gastronomie zeichneten sich bei mehr als der Hälfte der Betriebe Stellenstreichungen ab. An der April-Umfrage der IHK beteiligten sich rund 300 Unternehmen mit gut 120 000 Beschäftigten.

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