Umfrage RLP: Deutliches Plus für CDU in Corona-Krise

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Christian Baldauf (CDU), Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von Rheinland-Pfalz. Foto: Andreas Arnold

Die CDU hat ein knappes Jahr vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz in einer Umfrage so stark zugelegt, dass sie die Regierung anführen würde. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und ihre Ampelregierung gewinnen zwar an Zustimmung, die Landesregierung zählt sogar zu den beliebtesten in Deutschland, sie könnte aber trotzdem nicht weitermachen, wenn am kommenden Sonntag gewählt würde. Die meisten Rheinland-Pfälzer sorgen sich in der Corona-Krise zudem mehr um die Wirtschaft als um die eigene Gesundheit, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Politrend des SWR-Politikmagazins «Zur Sache Rheinland-Pfalz» hervor geht.

Die Union käme der Umfrage zufolge auf 38 Prozent – 11 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Umfrage im März und ihr bestes Ergebnis seit Dezember 2015. Die SPD bliebe mit 27 Prozent (plus ein Punkt) zweitstärkste Kraft. Vor allem die Grünen verlören (minus 5 Punkte) und erreichten nur noch 13 Prozent. Die FDP büßt gegenüber der letzten Umfrage einen Prozentpunkt ein und schafft es noch auf 6 Prozent. Zu den Verlierern gehört auch die Oppositionspartei AfD – minus 3 Prozentpunkte auf 8 Prozent. Die Linke würde mit 4 Prozent (minus 2 Punkte) den Einzug in den Landtag erneut nicht schaffen.

Statt der amtierende Ampelkoalition könnte es eine Große Koalition aus CDU und SPD geben, oder eine schwarz-grüne Koalition oder ein Jamaikabündnis aus CDU, Grünen und FDP.

Dabei erreicht die amtierende Landesregierung ihr bisher bestes Ergebnis in einem SWR-Politrend. 71 Prozent der Rheinland-Pfälzer sind mit der Arbeit der Ampelkoalition sehr zufrieden oder zufrieden. Sogar unter den CDU-Anhängern überwiegt die Zufriedenheit (69 Prozent). 28 Prozent der Befragten sind weniger oder gar nicht zufrieden. Am kritischsten bewerten die AfD-Anhänger die Arbeit der Landesregierung: 87 Prozent sind damit weniger oder gar nicht zufrieden.

Dreyer kann ihre Popularität auch nochmals ausbauen: 73 Prozent der Befragten sind mit ihrer Arbeit zumindest zufrieden – 5 Prozentpunkte mehr als noch im März. Damit erreicht die Ministerpräsidentin ihren Rekordwert vom März 2016.

Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) kann seine Beliebtheitswerte sogar um 10 Prozentpunkte auf 39 Prozent steigern. Mit dem CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl, dem Landtags-Fraktionsvorsitzenden Christian Baldauf, sind 34 Prozent der Befragten zumindest zufrieden – 4 Punkte mehr als zuletzt.

Mit der vom Landesvorstand der Grünen als Spitzenkandidatin nominierten Integrations- und Familienministerin Anne Spiegel sind 22 Prozent (plus 4 Prozentpunkte) sehr zufrieden oder zufrieden. Mit der Arbeit des AfD-Fraktionsvorsitzenden Uwe Junge sind nach wie vor 11 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden. 37 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden. Wegen der Corona-Krise wurden erstmals die Beliebtheitswerte von Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) abgefragt. 32 Prozent sind mit ihrer Arbeit sehr zufrieden oder zufrieden.

70 Prozent der Befragten haben große bis sehr große Befürchtungen, dass sich die wirtschaftliche Lage in Rheinland-Pfalz wegen der Corona-Pandemie verschlechtert. Nur 39 Prozent fürchten, sich mit dem Virus anzustecken. Fast zwei Drittel begrüßen die schrittweise Öffnung einiger Geschäfte. 87 Prozent der Befragten hält die Verlängerung der Kontakteinschränkungen für richtig. Das Tragen einer Atem- oder Mundschutzmaske wird mehrheitlich befürwortet: 39 Prozent der Befragten gab an, bereits eine zu tragen. 44 Prozent können sich das Tragen künftig vorstellen. 17 Prozent schließen dies für sich aus.

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