Muslime bereiten sich auf Ramadan in Corona-Zeiten vor

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Symbolbild /// Boris Roessler

Die Corona-Pandemie macht das gemeinsame Fastenbrechen der Moscheegemeinden unmöglich. Die islamische Gemeinschaft gehe damit «sehr verantwortungsvoll und gut informiert» um, sagt der Integrationsbeauftragte des Landes.

Für die rund 200 000 Muslime in Rheinland-Pfalz beginnt der Fastenmonat Ramadan unter eingeschränkten Bedingungen. Wenn am Freitag die Mondsichel nach dem Neumond erscheint, sorgt die Corona-Pandemie dafür, dass das abendliche Fastenbrechen nicht wie sonst in größerer Gemeinschaft stattfinden kann. Er werde auch diesmal wie gewohnt fasten, da er gesund sei, sagte der Vorsitzende der Schura Rheinland-Pfalz, Akif Ünal. Traurig stimme aber der Gedanke, «ein Ramadan ohne Moschee, ohne Gemeinschaft erleben zu müssen».

Die vier islamischen Verbände in Rheinland-Pfalz gingen mit der Situation «sehr verantwortungsvoll und gut informiert» um, sagte der Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Miguel Vicente. «Dabei ist gerade der Ramadan eine besondere Zeit, in der die Moscheegemeinden nicht nur ein religiöser, sondern auch sozialer Treffpunkt sind.» Im gemeinsamen Fastenbrechen sei es den Gemeinden immer ein Bedürfnis gewesen, sich auch gegenüber Nachbarn und Menschen außerhalb der islamischen Gemeinschaft zu öffnen und sich auszutauschen.

«Die Bewahrung des Lebens und der Gesundheit stehen vor religiösen und sozialen Praktiken», sagte der stellvertretende Vorsitzende des Ditib-Landesverbands Rheinland-Pfalz, Cihan Şen. «Im Islam sind die Gottesdienste nicht Selbstzweck.» Menschen, die einer Risikogruppe angehörten und sich körperlich zum Fasten nicht in der Lage fühlten, werde empfohlen, dieses Jahr auf das Fasten zu verzichten. «Für alle anderen besteht kein erhöhtes Risiko durch das Fasten.»

Mit 55 türkisch geprägten Moscheevereinen ist die Ditib in Rheinland-Pfalz der größte islamische Verband; die Schura umfasst 17 Moscheegemeinden mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln.

Die Einschränkungen von religiösen Versammlungen dienten dem Ziel, Menschenleben zu schützen, sagte Schura-Vorsitzender Ünal. Versammlungen, tägliche Koran-Rezitationen oder Predigten würden so weit wie möglich mit Informationstechnologien wie Videostreaming und Onlinekonferenzen angeboten. Aber vielen älteren Mitgliedern der Moscheegemeinden fehle die Erfahrung im Umgang mit Internet-Technologien, sagte Ünal.

Da die aktuelle Herausforderung die ganze Gesellschaft erfasse, «haben sich auch neue Möglichkeiten der Solidarität gebildet», sagte Ünal. Er nannte die Nachbarschaftshilfe von Moscheegemeinden wie Einkauf für ältere Mitmenschen oder das Nähen von Stoffmasken.

Mit Ostern, dem jüdischen Pessach-Fest und jetzt Ramadan erlebten die monotheistischen Religionen sehr intensive Zeiten, sagte Ünal. Die statistische Entwicklung der Corona-Fallzahlen mache Mut, «eine geregelte schrittweise Lockerung schon während des Ramadans angehen zu können».

7 KOMMENTARE

    • 1989, nachdem UDSSR und DDR auseinander gebrochen sind, brauchten die USA ihr Protektorat „Westdeutschland“ nicht mehr vollumfänglich und sie haben große Teile davon den europäischen Nachbarn übergeben. Deshalb hat das vormalige Protektorat keine eigene Währung (sondern €), keine autarke Gesetzgebung (jetzt EU-Recht), keine autarke Gesetzauslegung (jetzt EU-Gerichtshof) und natürlich keine Grenzen. Nachdem der 11.Sept.2001 über die Zwischenstation Deutschland ausgeführt wurde (Hamburg), hat die USA über die UN die Replacement Migration losgetreten. Motiv: Die USA mögen den € nicht und sie wollen verhindern, dass Terror über den Teich zu ihnen kommen kann. Ziel: Die EU zu einem Shithole machen (gleichzeitig Russen und Chinesen aus der EU raus halten). Shitholes mit unterlegener Technologie lassen sich gründlicher observieren und kostengünstiger korrumpieren.
      Einige aus den USA wollten Deutschland bereits 1945 zu einem Shithole machen, aber man hatte sich dann doch knapp für die Protektoratslösung entschieden.

  1. Bei mir wohnen moslemi und wenn ich Gruppen von denen sehe oder sonstige Verbote die von den moslemie missachtet werden, Rufe ich Polizei Ordnungsamt, Gesundheitsamt und andere Behörden wie zum Beispiel Jugendamt.
    Bis Ruhe und Ordnung hergestellt ist um die Intigration wieder zu verdeutlichen.

  2. Das Hobby Religion ist reine Privatsache. Genauso wie Fußball, Lesen oder Gaming. Dabei ist es egal welche Glaubensrichtung.

    • FUSSBALL, speziell FUSSBALL ist der Menschenverblödeste „Sport“ unter aller Länder.
      Kein Sinn, kostet Ein Haufen Geld, macht Alkohol und Drogensüchtig und ist alles Betrug.
      Leider sind dem 80% der Menschen verfallen ohne darüber nachzudenken!
      Hauptsache jedes Spiel mit jeder Menge zu Saufen unbedingt zu Ende sehen, bevor man sich dann im rackem Kopf die Birne einschlägt oder mit dem Auto überschlägt.
      So denken auch diese Menschen über Corona.
      Scheiß egal, „mir trinken noch einen“
      PROST CORONA🇩🇪

  3. Für festi ramazan, das islamische Fastenbrechen, das Zuckerfest sollten die gleichen Regeln gelten, wie für das christliche Osterfest. No way, keinerlei Massenveranstaltungen, egal , ob in der Kirche, oder in der Moschee. Diese Massenveranstaltungen fallen in diesem Jahr aus. Für ALLE. Vernünftige begreifen die Entscheidung.

  4. Ich glaube auf jeden Fall daran das unsere Muslimischen Mitbürger sich an die Einschränkungen halten werden . Da es sich dabei ausnahmslos um kooperative und verständige Menschen handelt die für solche Regelungen gerne ihre religiösen Bedürfnisse in den Hintergrund stellen , wie wir tagtäglich in Deutschland beobachten können ! Ausserdem glaube ich noch an den Osterhasen , Nikolaus , unsere Regierung und Außerirdische …..

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