«Maßvoll»: Neue Lockerungen für Geschäfte und Hobbysport in RLP

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TRIER/MAINZ. Einige Geschäfte dürfen nach wochenlanger Pause wegen der Corona-Krise wieder aufsperren, Hobbysportler haben wieder neue Möglichkeiten: Nach dem weitgehend ruhigen Wochenende in Rheinland-Pfalz treten ab heute die ersten Lockerungen in Kraft, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten in der vergangenen Woche beschlossen haben. Geschäfte mit einer Größe von weniger als 800 Quadratmetern dürfen wieder öffnen, größere Geschäfte können einen Teil ihrer Fläche abtrennen, um auch wieder eröffnen zu können.

Unabhängig von ihrer Größe dürfen Fahrradgeschäfte, Autohändler sowie Bibliotheken, Büchereien, Buchhandlungen und Archive öffnen. Dabei gelten Abstandsregelungen wie die Begrenzung von einem Kunden auf zehn Quadratmetern.

Auch Hobbysportler sind von den ersten Lockerungen betroffen. Während Badeseen und Spielplätze weiter geschlossen bleiben, gibt es für die Menschen wieder mehr Gelegenheiten, sich im Freien fit zu halten. Laut Mainzer Innenministerium wird sportliche Betätigung alleine, zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands im Freien dann auch unter Benutzung von Sportanlagen wieder zulässig. Das trifft zum Beispiel auf Ruderer, Segler, Tennisspieler oder Leichtathleten zu, wenn diese die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen einhalten. Mannschaftssportarten sind ausdrücklich nicht gemeint. Man wolle die Lockerung «maßvoll gestalten», heißt es von Seiten der Regierung.

Für viele Studenten beginnt hingegen das neue Semester, zunächst digital. «Das digitale Semester kann kommen. Wir sind in Rheinland-Pfalz gut aufgestellt», sagte Wissenschaftsminister Konrad Wolf (SPD), der auf einen «Digitalisierungsschub» hofft und derzeit davon ausgeht, dass der leicht verspätete Semesterstart schon auf das Wintersemester keinen großen Einfluss mehr hat.

Nachdem zuletzt wochenlang die Schule ausfiel, tagt heute zudem der Bildungsausschuss des Landtags in Rheinland-Pfalz. Die Beratungen finden in einer Videokonferenz statt. Das Kabinett will über einen Vorschlag von Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) beraten, die von der Corona-Krise besonders gebeutelte Gastronomiebranche durch eine Senkung der Mehrwertsteuer zu unterstützen.

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