Zehnkampf-Weltmeister: Derzeit kein lückenloses Testsystem bei Doping

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul macht sich Sorgen um die derzeit nicht optimalen Dopingkontrollen und begrüßt deshalb auch die Verschiebung der Olympischen Spiele. «Das Testsystem kann derzeit leider nicht mehr so lückenlos funktionieren. Wenn Olympia dieses Jahr stattgefunden hätte, wie sauber wären dann die Spiele geworden?», sagte der 22-Jährige aus Mainz in einem Sport1-Interview (Samstag).

«Deswegen bin erst mal erleichtert, dass wir 2020 keine Olympischen Spiele haben – sondern nächstes Jahr, wenn das Testsystem hoffentlich wieder funktioniert», begründete Kaul. «Ich hoffe, dass es so fair zugeht, wie es nur eben geht.»

Mit der Verschiebung der Tokio-Spiele auf den Sommer 2021 war Kaul am Ende «sehr glücklich. Davor war es viel schwieriger, weil man die ganze Zeit gedacht hat, man müsse viel mehr trainieren, als man gerade kann. Das war anstrengender, als dann am Ende die Olympia-Absage hinzunehmen», betonte der jüngste Zehnkampf-Weltmeister der Leichtathletik-Geschichte. «Ich denke auch, dass mir das eine Jahr mehr eher hilft, als dass es mich in irgendeiner Weise schlechter macht.»

Seit Wochen muss auch Kaul beim Training improvisieren. «Ich laufe momentan relativ viel im Feld und hampele auf irgendwelchen Feldwegen herum», schilderte Deutschlands «Sportler des Jahres». Zudem mache er Stabilisationstraining im Hof und Krafttraining bei seinen Eltern. «Gerade fühle ich mich wie sonst im September, wenn man wieder anfängt mit der Vorbereitung auf die Saison», sagte der Sport- und Physikstudent, der Anfang Oktober 2019 in Doha/Katar sensationell WM-Gold erobert hatte.

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