2225 Corona-Infizierte im Saarland: 78 Tote – Auch Verlängerung der Kontaktbeschränkungen

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SAARBRÜCKEN. Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Saarland ist am Mittwoch binnen eines Tages um 58 auf 2225 gestiegen. 78 Menschen mit einer Covid-19-Infektion sind gestorben, das waren 14 mehr als am Dienstag, wie das Gesundheitsministerium in Saarbrücken mit Stand 18.00 Uhr mitteilte.

Von allen positiv bestätigten Fällen gelten dem Ministerium zufolge 922 als geheilt. 222 werden stationär im Krankenhaus behandelt – 58 davon intensivmedizinisch.

968 positiv bestätigte Fälle gibt es im Regionalverband Saarbrücken, 175 im Kreis Merzig-Wadern. 209 infizierte Menschen leben im Kreis Neunkirchen, 426 im Kreis Saarlouis, im Saarpfalz-Kreis sind es 292 Im Kreis St. Wendel gibt es 155 bestätigte Fälle.

Indes müssen sich die Menschen im Saarland in der Corona-Krise auf zwei weitere Wochen mit Kontaktbeschränkungen einstellen. Die bislang bis zum Montag (20. April) im Bundesland geltenden Auflagen sollen bis zum 3. Mai verlängert werden, wie Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Mittwoch in Saarbrücken sagte. Formell soll dies an diesem Donnerstag der Ministerrat entscheiden.

Zahlreiche wegen der Corona-Pandemie geschlossene Geschäfte im Saarland sollen unter strengen Auflagen und mit Schutzkonzepten möglicherweise in der kommenden Woche wieder öffnen. «Die Lage ist nach wie vor zu ernst und die Gefahr eines Rückfalls zu groß, um die Beschränkungen schon jetzt umfassend aufzuheben», sagte Hans einer Mitteilung zufolge. Er hatte sich zuvor mit den anderen Länderregierungschefs und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten.

«Wir werden die Beschränkungen des öffentlichen Lebens weitgehend aufrechterhalten müssen, um das Infektionsgeschehen im Griff zu behalten. Gesundheit geht vor», sagte die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) einer Mitteilung zufolge. «Aber wenn sich die Saarländerinnen und Saarländer weiter an die Beschränkungen halten, können wir sehr behutsame und schrittweise Lockerungen auf den Weg bringen.»

Die Regelungen im Saarland waren am 21. März in Kraft getreten und zunächst auf 14 Tage befristet. Später verlängerte die Landesregierung die Ausgangsbeschränkungen und ein deutlich begrenztes Freizeit-Angebot bis einschließlich 20. April.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Saarland war am Mittwoch (Stand 18.00 Uhr) auf 2225 gestiegen. 78 Menschen mit einer Infektion sind gestorben, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Die Saarländer dürfen ihre Wohnung laut der geltenden Bestimmungen nur mit einem triftigen Grund verlassen. Dazu gehören der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe oder Arztbesuche. Auch Spaziergänge etwa in der Familie mit Abstand zu anderen sind möglich. «Ich weiß, diese Maßnahmen sind hart. Aber wenn wir jetzt zusammenstehen, können wir das Schlimmste noch verhindern», hatte Hans im März gesagt und an die Menschen appelliert: «Ich bitte Sie: Bleiben Sie zu Hause.»

Im März waren auch Geschäfte und Restaurants sowie Kinos, Museen, Sport- und Spielplätze geschlossen worden. Mitarbeiter der kommunalen Ordnungsbehörden kontrollieren, ob die Regelungen eingehalten werden.

Die Debatte um Lockerungen bei den Auflagen hatte zuletzt angesichts allgemein sinkender Zahlen an Infizierten Fahrt aufgenommen. Zuletzt hatten Experten der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina für einen «realistischen» Zeitplan zurück zur Normalität plädiert.

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