Keine Passagiere: Airport Hahn gleicht Geisterflughafen

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Thomas Frey

HAHN. Vom einzigen größeren Flughafen in Rheinland-Pfalz heben wegen der Corona-Pandemie keine Passagiere mehr ab. Die Internetseite des Airports Hahn im Hunsrück zeigt eine Liste nur mit Absagen von Abflügen.

Die Cafés und Geschäfte im Terminal sind geschlossen. Der Flughafen gehört zu 82,5 Prozent dem chinesischen Großkonzern HNA und zu 17,5 Prozent dem Land Hessen. «Passagierflüge finden momentan abgesehen von Ausnahmen nicht statt», sagte Christoph Goetzmann, Mitglied der Hahn-Geschäftsführung, der Deutschen Presse-Agentur.

Wegen der Ansteckungsgefahr dürften nur noch sehr wenige Menschen fliegen. Zu den Ausnahmen auf dem Airport Hahn gehörten zum Beispiel seit kurzem dringend benötigte Erntehelfer aus Rumänien. Auch die Flüge von US-Soldaten etwa in den Nahen Osten oder zurück in ihre Heimat mit Zwischenstopp im Hunsrück gibt es nach dpa-Informationen weiterhin auf dem ehemaligen US-Militärflughafen. Dazu nahm Goetzmann allerdings keine Stellung.

Der Manager sagte, wenigstens landeten weiterhin Frachtflieger im Hunsrück. Manche Flughäfen in Deutschland hätten gar kein Frachtgeschäft. Allerdings sorge dies auch am Hahn anders als Passagiere nicht für zusätzliche Einnahmen beispielsweise auf Parkplätzen und in Shops. Trotz aller dieser Widrigkeiten hat laut Goetzmann derzeit keine Kurzarbeit an dem schon vor der Corona-Pandemie kriselnden Airport begonnen. Die Flughafen Frankfurt Hahn-GmbH hat rund 280 Beschäftigte.

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