Erste OB-Online-Sprechstunde in Trier kommt sehr gut an

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TRIER. Premiere im Rathaussaal: Um möglichst viele Fragen der Triererinnen und Trierer zur Coronakrise direkt zu beantworten, bot Oberbürgermeister Wolfram Leibe am Mittwochabend erstmals eine einstündige Online-Sprechstunde über sein Facebook-Portal an. Sie war außerdem im Bürgerrundfunk OK 54 zu sehen. Das Interesse war groß: Die Reichweite lag nach ersten Schätzungen bei rund 7000 Personen, an dem einstündigen Chat beteiligten sich etwa 150 Facebook-User und es gab viele positive Kommentare.

Der OB freute sich nach dem Abschluss der von Presseamtschef Michael Schmitz moderierten Runde nicht nur über die gute Resonanz, sondern auch über das direkte Feedback: „Ich vermisse derzeit die direkten Bürgerkontakte und freue mich daher, zumindest auf diesem Weg mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Eine Neuauflage kann ich mir sehr gut vorstellen.“

Bei der Beantwortung der Fragen, die auch vorher über den OK 54 eingereicht werden konnten, wurde Leibe unterstützt von Ordnungsdezernent Thomas Schmitt, Feuerwehrchef Andreas Kirchartz und Ordnungsamtsleiter Christian Fuchs. Zum Einstieg in die Fragestunde bedankte sich Leibe erneut bei den Triererinnen und Trierern für ihre große ehrenamtliche Hilfsbereitschaft, würdigte aber auch den Einsatz der Ortsvorsteher sowie die enge Zusammenarbeit mit den Trierer Kliniken und in der Großregion. Dann konnte er die gute Nachricht verkündigen, dass ein Patient aus Frankreich, der im Trierer Corona-Gemeinschaftskrankenhaus behandelt wurde, am Mittwoch entlassen wurde.

Die Beiträge der Bürgerinnen und Bürger in der Fragerunde deckten ein breites Spektrum ab, von der Notbetreuung in den Kitas, über die schwierige Lage der Gastronomie, den künftigen Einsatz von Desinfektionsmitteln in einer Krippe bis zu der alles entscheidenden Frage, ob bei einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen die Intensiv-Kapazitäten in den Trierer Kliniken ausreichen. Hier zeigte sich der OB optimistisch: „Wir sind in Trier in der glücklichen Lage, mit den beiden Kliniken zwei Maximal-Versorger zu haben. Zudem gibt es Reserven, weil Routine-Operationen verschoben wurden und wir im Bedarfsfall weitere Optionen haben.“ Eine große Herausforderung ist nach Aussage von Feuerwehrchef Kirchartz weiterhin die Versorgung mit Desinfektionsmitteln und Schutzkleidung.

In der Fragestunde beklagten mehrere Bürger eine unerwünschte Nebenwirkung der Kontrollen zur Einhaltung der Kontaktbeschränkungen: Weil das städtische Ordnungsamt sehr viele Mitarbeiter dafür benötigt, fielen die Tempokontrollen aus und es habe, so eine Rückmeldung, sogar „Wettrennen mit mehr als 100 Stundenkilometern in der Innenstadt“ gegeben. Jetzt ist Besserung in Sicht: Am Mittwoch wurden nach Angaben von Ordnungsamtsleiter Fuchs die Tempokontrollen im Stadtgebiet wieder aufgenommen.

Wie auch der für Katastrophenschutz zuständige Dezernent Thomas Schmitt wies Leibe darauf hin, dass noch keine Prognose möglich sei, ob und wenn ja, in welchem Umfang demnächst eine Lockerung der derzeitigen Kontaktbeschränkungen möglich sei: „Wir müssen die nächste Woche abwarten.“ Das gelte auch für die sehr viele Bürger bewegende Frage, wann Kitas und Schulen wiedereröffnet werden können. Zusammen mit Schmitt appellierte der OB erneut an die Triererinnen und Trierer, auch an den Osterfeiertagen die Kontaktbeschränkungen einzuhalten. Die Kontrollen würden in der gleichen Intensität wie in den letzten Tagen fortgesetzt.

Die OB-Bürgersprechstunde ist über Facebook verfügbar (www.facebook.com/OBWolframLeibe/videos/161503211723102/) sowie über den Youtube-Kanal des OK 54.

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