Französischer Patient kann Trierer Corona-Krankenhaus wieder verlassen

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Nach seiner erfolgreichen Behandlung in Trier konnte der französische Patient am Mittwoch wieder seine Heimreise ins Elsass antreten. Foto: Corona-Gemeinschaftskrankenhaus, Kristina Kattler

TRIER.Bereits vor zwei Wochen hat das Corona-Gemeinschaftskrankenhaus der beiden Trierer Krankenhäuser Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen und Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier bereits mehrere COVID-19-Notfallpatienten aus dem Nachbarland Frankreich aufgenommen. Ein Franzose konnte am Mittwoch das Krankenhaus wieder in Richtung Heimat verlassen.

Sichtlich glücklich und mit einem Strauß Blumen im Arm, ließ sich der Mann von französische Sanitätern aus dem Corona-Gemeinschaftskrankenhaus abholen. Seine Familie freue sich schon, ihn wiederzusehen, erklärte der 58-Jährige und aus der Region Colmar im Elsass stammende Franzose; man sah ihm die Vorfreude auf seine Rückkehr an. Am 24. März war der an COVID-19 erkrankte Patient, der vor seiner Infektion an einer Vorerkrankung litt, von Frankreich nach Trier gebracht worden. Schon damals musste er beatmet werden, bis zum 30. März wurde die Beatmung fortgesetzt. In den vergangenen Tagen stabilisierte sich sein Gesundheitszustand dann soweit, dass der Franzose gestern wieder nach Colmar zurückverlegt werden konnte.

„Wir freuen uns, dass wir dank der hervorragenden Zusammenarbeit von Medizinern und Pflegefachkräften der beiden beteiligten Kliniken nun den ersten französischen Patienten wieder aus dem Corona-Gemeinschaftskrankenhaus entlassen konnten, sodass dieser in seiner ihm vertrauten Heimat weiterbehandelt werden kann“, erklärt Christian Sprenger, Geschäftsführer des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen. „Vor dem Hintergrund der nach wie vor sehr angespannten Situation in der französischen Nachbarregion Grand-Est, haben wir bislang 5 Patienten aus Frankreich aufgenommen. Umso mehr freuen wir uns, dass der am Mittwoch verabschiedete Patient sich auf einem guten Weg der Besserung befindet und wieder in sein Heimatland zurückkehren konnte“, sagte Bruder Peter Berg, Regionalleiter der BBT-Gruppe, Region Trier, zu der das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier gehört.

Anlässlich der Verabschiedung des französischen Patienten war auch Oberbürgermeister Wolfram Leibe zum Corona-Gemeinschaftskrankenhaus gekommen. Leibe lobte die in Rheinland-Pfalz bislang einzigartige Zusammenarbeit der beiden Trierer Häuser in der gemeinsamen Behandlung von COVID-19-Patienten und dankte den Verantwortlichen für ihre Bereitschaft, auch französische Patienten aufzunehmen und zu behandeln.

Das Corona-Gemeinschaftskrankenhaus hat eine Kapazität von 125 Betten auf Normalstation sowie 24 Intensivbetten. Bislang wurden insgesamt 133 Fälle stationär behandelt. Solange es die personellen und räumlichen Möglichkeiten zuließen, werde man auch weiterhin Patienten aus Frankreich und anderen Ländern aufnehmen, erklärten die Verantwortlichen. Der am Mittwoch aus dem Trierer Corona-Gemeinschaftskrankenhaus verabschiedete Patient dankte allen an seiner Behandlung beteiligten Kräften: „Merci à tous!“.

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