Schritt zur Smart City: Handyzahlung in Trier an 3100 Parkplätzen möglich

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Foto: Presseamt Trier

TRIER. Parken ohne Parkschein: Ab heute, 8. April, ist das auf allen städtischen Parkplätzen in Trier möglich. Wer sich den Gang zum Automaten und die oft lästige Suche nach Kleingeld in Zukunft ersparen will, kann die Parkgebühr bequem mit dem Smartphone, via App oder SMS, begleichen. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt auf dem Augustinerhof weitet das Rathaus in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken das Handyparken jetzt auf alle bewirtschafteten öffentlichen Parkplätze in Trier aus, darunter die Anlagen an der Spitzmühle, am Rindertanzplatz/Sieh um Dich, in der Weberbach und am Konstantinplatz/Roter Turm. Aber auch circa 100 Parkplätze am Straßenrand, die noch mit einer Parkuhr bewirtschaftet werden, sind in das neue System einbezogen. Insgesamt handelt es sich um 3100 einzelne Stellplätze.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe betont: „Mit dem Handyparken bieten wir unseren Bürgerinnen und Bürgern, aber vor allem auch den Gästen, die nach der jetzigen Krise wieder in unsere Stadt kommen, verbesserten Komfort bei gleichbleibenden Gebühren. Somit kann sich auch der Trierer Einzelhandel bei Wiederöffnung der Geschäfte über einen weiteren Standortvorteil freuen.“

An der Parkgebühr ändert sich nichts, da der anfallende Serviceaufschlag des Dienstleisters von der Stadt übernommen wird. Thorsten Kraus, Digitalisierungsbeauftragter des Oberbürgermeisters, geht davon aus, dass die dadurch entstehenden Kosten durch Einsparungen und höhere Einnahmen ausgeglichen werden können: „Mittelfristig können auf Plätzen mit mehreren Parkscheinautomaten, für die wir zurzeit hohe Wartungskosten aufbringen müssen, Geräte abgebaut oder bei Defekten nicht mehr erneuert werden. Auch die Leerung der Automaten und der Münzgeld-Umtausch verursachen Kosten, die sich verringern werden. Den größten Effekt erhoffen wir uns aber durch die angebotenen Komfort-Funktionen: Die Erinnerung bei Ablauf der Parkzeit und einfaches Verlängern von unterwegs haben in anderen Städten zur einer signifikanten Erhöhung der Parkeinnahmen geführt. Die Bereitschaft, bequem per Knopfdruck die Parkzeit zu verlängern, ist naturgemäß höher, als den Weg zurück zum Parkplatz auf sich zu nehmen. Nach einem Jahr wollen wir dies evaluieren.“

Kennzeichen eintippen

Die Bezahlung erfolgt mit Hilfe der App „Pay-by-Phone“, die in den gängigen App-Stores heruntergeladen und ohne Registrierung oder Grundgebühr genutzt werden kann. Außerdem ist die Funktion ab sofort auch in der Äppes-App der Stadtwerke Trier enthalten. Via GPS wird zunächst die aktuelle Parkzone angezeigt. Hierbei muss jedoch stets die Beschilderung vor Ort beachtet werden, die letztlich ausschlaggebend ist, ob an einer bestimmten Stelle in der Parkzone geparkt werden darf oder nicht. Um die Parkzeit zu starten, wird das Autokennzeichen eingetippt, sodass die Mitarbeiter des Verkehrsüberwachungsdienstes kontrollieren können, ob die Parkgebühr für dieses Fahrzeug bezahlt wurde. Von Kreditkarte bis Paypal können die Nutzerinnen und Nutzer auf alle gängigen Online-Bezahlmethoden zurückgreifen. „Noch komfortabler wird es, wenn man seine Stammdaten in der App einmalig anlegt und speichert. Bei weiteren Parkvorgängen ist dann nur noch die gewünschte Parkzeit auszuwählen, alles weitere funktioniert automatisch“, so Thorsten Kraus.

Die App bietet aber noch mehr: Neben der erwähnten Erinnerungsfunktion, die über den Ablauf der Parkzeit informiert, und der Option, die Parkzeit mit dem Handy aus der Entfernung zu verlängern, gibt es nun eine Start-Stopp-Funktion: .Wer sich nicht von vornherein auf eine Parkdauer festlegen will, kann den Parkvorgang über die App starten und bei der Rückkehr zum Auto wieder beenden. Die Abrechnung erfolgt dann minutengenau im Rahmen der auf dem entsprechenden Parkplatz gültigen Taktung. Bei allen Komfort-Funktionen wird die Parkzeit natürlich durch die Höchstparkdauer am jeweiligen Standort begrenzt. Alternativ zur Nutzung der App ist auch eine Bezahlung per SMS möglich. Über die Option Handyparken und wie sie funktioniert informieren auch Aufkleber an den Parkscheinautomaten, die in den kommenden Tagen angebracht werden. Unabhängig von den Hinweisschildern wird das System stadtweit zum 8. April „live“ geschaltet und kann sofort genutzt werden.

Auch bei „Äppes“

Kooperationspartner des Rathauses sind die Stadtwerke Trier, die in ihren Parkhäusern bereits die Möglichkeit des bargeldlosen Zahlens anbieten. Nun ist auch das Handyparken „unter freiem Himmel“ in die Äppes-App der SWT integriert: „Damit bietet Äppes alles für einen gelungenen Stadtbesuch: lokale Einkaufsmöglichkeiten, besondere Angebote des heimischen Einzelhandels oder auch Veranstaltungshinweise kombiniert mit Parkplatzsuche und -bezahlung. Keine andere deutsche Stadt bietet das in dieser Form an“, freut sich SWT-Projektleiter Frank Vanzetta. „Das steigert die Attraktivität der App für neue User und bietet den mehr als 33.000 Äppes-Nutzern einen zusätzlichen Service.“

Die Erfassung der rund 3.100 Stellplätze mit je unterschiedlichen Gebühren und Takten in das System erfolgte im Rekordtempo in wenigen Wochen. Fragen, Probleme oder fehlerhafte Darstellungen können per E-Mail an support@sunhill-technologies.com oder an die Service-Hotline 09131/6259925 gemeldet werden. Wissenswertes über Pay-by-Phone in Trier bietet die Seite www.paybyphone-parken.de/parken-trier

10 KOMMENTARE

  1. Herr Leibe !? Die Touristen werden wohl viele geschlossene Läden vorfinden ……ist das bei ihnen schon angekommen?

  2. @insoverw.

    Das ist bei jedem der VERSTAND hat ,schon längst angekommen.
    Bei Ihnen nicht , sie dürfen sich aber durch Ihre DUMMHEIT gerne Infizieren, aber bleiben Sie in dem Geschäft wo es passiert ist.
    Und überlassen Sie das Denken dem Herrn Leibe.

      • Gerade in Krisenzeiten sollte man das Denken nicht der Obrigkeit überlassen.
        Ansonsten: Wollt ihr wirklich dass eure Bewegungen immer und überall nachvollziehbar sind? Wenn ihr per Handyapp zahlt ist das der Fall. Da zahl ich schon lieber weiter per Münzgeld.

          • Ja schon, und einfacher als wegen 50cent ewig mit der Visakarte rumzueiern. Bildzeitung lese ich allerdings nie, Du? Weisst ja, wenn man die nicht waagrecht hält läuft das Blut raus.

            Übrigens, mit Geld den Coronavirus zu übertragen ist laut neuesten Untersuchungen sehr unwahrscheinlich, wenn man allerdings die PIN für die Karte auf einem Terminal eingibt, das schon Dutzende vorher abgegrabscht haben ist das schon gefährlicher.

  3. Amazon und Co. benötigen keine Poller und Parkplätze, die Geld kosten,
    und auch keine Radarfallen auf den Weg in die Stadt und wieder zurück. 😉

    Falls irgendwann einmal mit Drohnen geliefert werden sollte,
    können sowieso ALLE Einzelhändler dicht machen, außer Dienstleister.

    Was noch fehlt ist eine Amazon-Müllabfuhr. 😁

  4. Peter, hättest Du in der Schule aufgepasst, oder besser noch, hättest Du eine Schule besucht, müsstest Du nicht über höher gestellte Persönlichkeiten lästern

    • Du darfst nicht von Dir auf andere schliessen, japaner, das wäre eine unzulässige Verallgemeinerung. Aber jeder wie er kann.

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