Rheinland-Pfälzische Integrationsministerin: Aufnahme von 50 Kindern «Tropfen auf heißen Stein»

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Frauen und Kinder vor Zelten in einem Flüchtlingslager für überlebende des Zyklons Idai. Foto: Tsvangirayi Mukwazhi/AP/dpa/Archivbild

MAINZ. Die geplante Aufnahme von 50 Minderjährigen aus den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln nach Deutschland reicht nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Integrationsministerin Anne Spiegel (Grüne) bei weitem nicht aus.

«50 Kinder sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Mit so einer geringen Zahl zu starten, ist allenfalls ein humanitäres Feigenblatt», kritisierte Spiegel am Mittwoch in Mainz. Für Rheinland-Pfalz wären dies – berechnet nach dem Königsteiner Schlüssel – zwei bis drei Aufnahmen.

«Angesichts der dramatischen Lager in den griechischen Flüchtlingslagern reichen solche ersten Schrittchen nicht.» Spiegel forderte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auf, «jetzt einen großen Schritt nach vorne machen, um eine humanitäre Katastrophe in Griechenland abzuwenden».

Deutschland will kommende Woche 50 unbegleitete Minderjährige aufnehmen. Nach einer zweiwöchigen Quarantäne sollen sie auf mehrere Bundesländer verteilt werden.

Neben Deutschland hatte auch Luxemburg zugesagt, kurzfristig zwölf unbegleitete Minderjährige aufzunehmen. Aus der großen Koalition in Berlin hieß es, Griechenland und das UN-Flüchtlingshilfswerk hätten bisher nur für diese Gruppe, also die 50 plus 12 Minderjährigen, alle notwendigen Informationen zusammengetragen.

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