Lehrerverband fordert Verbesserungen im digitalen Unterricht

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Symbolbild // Julian Stratenschulte dpa

RLP. Angesichts der seit drei Wochen andauernden Schulschließung in der Corona-Krise hat der Lehrerverband VBE eine Stärkung der Voraussetzungen für den digitalen Unterricht gefordert. Die Lehrkräfte seien hochmotiviert, ihren Schülerinnen und Schülern auch abseits des klassischen Unterrichts das Lernen zu ermöglichen, erklärte der Landesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Gerhard Bold, am Montag in Mainz. Neben einer klaren Linie hinsichtlich der Dauer der Schulschließungen fordere der VBE «auch endlich die strukturellen Voraussetzungen für digitales Lernen».

Die Lehrkräfte richteten sich nach den offiziellen Empfehlungen, sagte Bold. «Unser Appell an die Landespolitik ist allerdings, die Kolleginnen und Kollegen frühestmöglich zu informieren und ein Konzept vorzulegen, wie in den kommenden Wochen gehandelt werden soll.»

Der Philologenverband Rheinland-Pfalz wandte sich am Montag dagegen, die Schulen zu früh zu öffnen. Sinnvoll sei in der derzeitigen Situation ein gestaffelter Neustart des Unterrichts, erklärte der Zusammenschluss von Lehrkräften an Gymnasien am Montag. Priorität sollte dann der Unterricht für Schülerinnen und Schüler an G8-Gymnasien haben. Diese haben ihre Abiturprüfung nach acht statt neun Jahren Gymnasialzeit noch vor sich. Weiterhin müsse es möglich sein, dass gefährdete Menschen ihren Schuldienst weiter im Homeoffice leisten könnten.

Bei der Wiederöffnung der Schulgebäude müssten die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Hygienemaßnahmen unbedingt eingehalten werden – «Schulen sind sonst der ideale Ort zur flächendeckenden Verbreitung von Viren.» Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Rheinland-Pfalz forderte am Montag die meist städtischen Träger von Kitas und Schulen auf, die hygienischen Verhältnisse in den Einrichtungen zu verbessern.(dpa)

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