Saarland: Minister ruft Bürger zum „Masken-Nähen“ auf!

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SAARLAND. Im Kampf gegen die Corona-Krise ruft Saarlands Verbraucherschutzminister Reinhold Jost (SPD) die Bürger dazu auf, Atemschutzmasken für Personal in Gesundheitseinrichtungen zu nähen. Für die Aktion «Flinke Finger für helfende Hände» ständen mehrere tausend Meter Stoff sowie Gummilitzen und Garn bereit, teilte das Ministerium am Sonntag in Saarbrücken mit. Das Material könne ab Montag kostenlos an alle freiwilligen Näherinnen und Näher verteilt werden.

Atemschutzmasken böten den Trägern zwar keinen sicheren Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus, hieß es in der Mitteilung. Das Tragen der Masken – auch der selbstgenähten – sei aber nach Ansicht von Experten zum Schutz anderer Menschen sinnvoll. «Jede Maßnahme, die das Risiko der Ausbreitung des Coronavirus ein wenig senken kann, ist eine sinnvolle Maßnahme», betonte Jost.

Die Landesregierung ergreife alle Möglichkeiten, um das Krankenhauspersonal in den hygienisch sensiblen Bereichen weiterhin mit zertifizierter Schutzausrüstung zu versorgen. «Jedoch müssen wir auch das Personal an den Rezeptionen, im Bereich der Haustechnik oder auf den normal zugänglichen Stationen im Blick behalten», teilte Jost mit. Für sie sei eine freiwillig getragene Do-It-Yourself-Maske besser als gar keine.

Der Minister bat zudem die für den Publikumsverkehr geschlossenen Stoffgeschäfte über Möglichkeiten nachzudenken, einen Lieferservice für Maskennähstoffe und Zubehör anzubieten.

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