Trier & Co.: Infektionsschutz sorgt für größere Abstände auf dem Wochenmarkt

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Die Corona-Krise verändert auch den bei vielen Menschen beliebten Gang auf den Wochenmarkt. Es braucht in Zeiten des verstärkten Infektionsschutzes mehr Freiräume, mancherorts ist auch die Zahl der Kunden begrenzt.

Die Corona-Krise wirkt sich auch auf Wochenmärkte in Rheinland-Pfalz aus. Zahlreiche Städte haben neue Vorgaben gemacht etwa zu Besuchergrenzen oder zu mehr Freiräumen. In Koblenz beispielsweise wird Stadtsprecher Thomas Knaak zufolge auf mehr Abstand zwischen Ständen geachtet. Außerdem darf hier höchstens eine Person auf zehn Quadratmeter Marktfläche kommen, wie Knaak erklärte. Auch Desinfektionsmittel werde bereitgestellt. Die Vorgaben würden in der Rhein-Mosel-Stadt gut eingehalten, sagte er.

In der Landeshauptstadt Mainz verteilt sich der Markt seit vergangenen Freitag auf noch mehr Plätze, die Stände wurden entzerrt, ähnlich wie in Zeiten des Weihnachtsmarktes finden sich nun auch Stände auf dem Gutenbergplatz. Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU) sagte: «Die Gesundheit der Kundinnen und Kunden, aber auch der Anbieter ist das höchste Gebot, daher wollen wir die Gefahr von persönlichen Begegnungen mit zu großer Nähe strukturell vermeiden.» Das Ordnungsamt soll verstärkt Präsenz auf dem beliebten Markt zeigen.

Auf dem Trierer Viehmarkt sind die Stände seit vergangener Woche ebenfalls entzerrt, wie Stadtsprecher Michael Schmitz schilderte. Die Marktbeschicker hielten sich daran. Um den Aufbau dienstags und freitags zu erleichtern, würden Markierungen auf dem Boden angebracht. «Unsere Marktaufsicht ist außerdem während der gesamten Marktzeit vor Ort und weist bei Bedarf die Kunden auf das korrekte Schlange-Stehen hin oder verhindert, dass die Schlangen vor Ständen über Kreuz laufen.» Die Besucher zeigten großes Verständnis.

Interessanterweise ist die Zahl der Beschicker auf dem Trierer Markt in der Corona-Krise nach oben gegangen. Schmitz zufolge seien es normalerweise höchstens 30, nun würden 35 bis 36 gezählt. «Wir haben kurzfristig auch die Marktzeiten verlängert, statt wie normal bis zur Mittagszeit können die Stände jetzt bis 18 Uhr geöffnet bleiben.»

Auf dem Wochenmarkt in Kaiserslautern war bislang zwischen den Ständen eine Gangbreite von vier Metern üblich. Jetzt seien es sechs bis acht Meter, teilte die Stadt mit. Außerdem gibt es Aushänge zu Hygienemaßnahmen. In Ludwigshafen wird der Markt im Stadtteil Friesenheim anders als sonst aufgestellt, wie Markus Lemberger von der Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft mitteilte. Üblicherweise stünden sich die Städte auf dem Mittelstreifen einer Straße gegenüber, die Besucher seien in einem Mittelgang unterwegs. Seit vergangenem Samstag gebe es nur noch eine Standreihe, um mehr Freifläche dazwischen zu haben. «Unser Marktmeister hat sich dabei vor Ort versichert, dass die Mindestabstände eingehalten werden.»

Die Mainzer Dezernentin Matz appellierte jüngst in einer Mitteilung an die Menschen, sich an die Spielregeln zu halten und Distanz zu wahren. Sie sagte: «Ohne die Mithilfe aller Mainzerinnen und Mainzer wird es nicht funktionieren.»

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