Quarantäne-Betreuung: Gemeinsame Telefonzentrale von Stadt und Kreis in Betrieb

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Landrat Günther Schartz, OB Wolfram Leibe und Feuerwehrchef Andreas Kirchartz (stehend, v. l.) besuchen die Nachwuchskräfte in der neu eingerichteten Telefonzentrale zur Quarantänebetreuung.

TRIER. Die Stadt Trier und der Landkreis Trier-Saarburg vertiefen ihre bereits jetzt enge Zusammenarbeit in den Zeiten der Corona-Pandemie. Um das für beide Gebietskörperschaften zuständige Gesundheitsamt zu entlasten, wurde in der Nelson-Mandela-Realschule Plus neben der Hauptwache der Berufsfeuerwehr Trier eine neue Telefonzentrale in Betrieb genommen.

Dort telefonieren 16 Nachwuchskräfte der Stadt Trier und 8 der Kreisverwaltung Trier-Saarburg regelmäßig Personen ab, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben und sich in häuslicher Quarantäne befinden. Anhand eines standardisierten Fragebogens wird der Gesundheitszustand erfasst und an das Gesundheitsamt übermittelt. Zum Ende der Quarantänezeit wird erfragt, ob noch Krankheitssymptome bestehen bzw. wie lange die Patienten symptomfrei sind. Ist letzteres der Fall, kann die Quarantäne aufgehoben werden und die Patienten gelten als gesundet.

Die Telefonzentrale ist seit Mittwoch besetzt und arbeitet auch an den Wochenenden. Die Mitarbeiter wurden zwei Wochen lang geschult. Andreas Kirchartz, Leiter der Trierer Berufsfeuerwehr, die die Einrichtung innerhalb kurzer Zeit eingerichtet und organisiert hat, sagt: „Nach den ersten Erfahrungen sind die Menschen, die sich in Quarantäne befinden, sehr froh über die regelmäßige Kontaktaufnahme.“ Über die alle zwei Tage erfolgenden Anrufe wurden auch schon weitere Hilfsmaßnahmen koordiniert, beispielsweise die Unterstützung bei der Beschaffung von Medikamenten oder die Vermittlung von Einkaufshelfern zum Beispiel über die Trierer Ehrenamtsagentur oder die im Kreis vorhandenen Strukturen.

Dieser zusätzliche Dienst kann auch noch weitere Aufgaben entsprechend des Pandemieplans des Gesundheitsamtes Trier übernehmen.

Landrat Günther Schartz und der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe machten sich heute selbst ein Bild vom Start der neuen Einrichtung. „Für uns ist es wichtig, dass wir in diesen Zeiten schnell und effektiv zusammenarbeiten. Die Abstellung der Nachwuchskräfte beider Verwaltungen sowie die unkomplizierte Zusammenarbeit von Berufsfeuerwehr und Gesundheitsamt zeigt, wie gut dies mal wieder funktioniert“, so die beiden Behördenchefs.

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