Saarland erhöht Betten mit Beatmungsmöglichkeit

0
Axel Heimken

Auf 1000 soll die Zahl der Intensivbetten mit Beatmungskapazitäten im Saarland klettern. Für etwas Unterstützung auf dem Weg dorthin sorgte in Elversberg auch eine Tierklinik.

In der Corona-Krise will das Saarland die Zahl der Intensivbetten mit Beatmungskapazitäten auf 1000 steigern. Nach Angaben der Krankenhausgesellschaft im Land (SKG) vom Donnerstag gibt es aktuell 608 einsatzfähige Betten zur Intensivbehandlung, davon 459 mit Beatmungsmöglichkeiten. Zehn Tage zuvor waren es laut Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) noch 521 Intensivbetten gewesen, davon 396 mit Beatmungsmöglichkeiten. Belegt sind laut SKG-Geschäftsführer Thomas Jakobs 141 Beatmungsplätze (Stand: 1. April), 38 mit Covid-19-Patienten. Demnach waren 318 Beatmungsplätze frei – 27 mehr als am Montag vergangener Woche.

«Das Problem ist, dass die Beatmungsmaschinen im Augenblick eine Lieferzeit von 32 bis 40 Wochen haben», sagte Jakobs. Die hänge sicher auch damit zusammen, dass der Bund 10 000 bestellt habe. Wieviel das Saarland davon erhalte, wisse er noch nicht. Sollten sie nach dem Königsteiner Schlüssel verteilt werden, könnten es etwa 100 bis 130 sein. Angeblich solle es eine Lieferung im Juni geben.

Auf dem Weg zu mehr Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeiten hilft auch die Tierklinik Elversberg mit. Sie stellte dem Kreiskrankenhaus in St. Ingbert zwei Narkosemaschinen mit Beatmungseinheiten zur Verfügung. «Das ist eine tolle Geste», sagte SKG-Geschäftsführer Thomas Jakobs der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken.

Der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses, Thorsten Eich, der selbst Hundebesitzer ist, sagte mit Blick auf die Hilfe der Tierklinik: «Die waren unheimlich kooperativ. Das war wie Nachbarschaftshilfe – einfach toll.» Die Idee, bei den Veterinär-Kollegen um Unterstützung zu bitten, habe seine Frau gehabt. Alexander Pack, einer der Leiter der Tierklinik, sagte: «In diesen Zeiten müssen wir alle zusammenhalten.» Bei den Geräten handelt es sich laut Eich um ältere Modelle, die ursprünglich für den Einsatz in der Humanmedizin konzipiert worden seien. Sie würden nun entsprechend aufbereitet und könnten voraussichtlich ab kommender Woche eingesetzt werden.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.