Dreyer würdigt Altkanzler Kohl als “rheinland-pfälzischer Europäer“

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Frank Rumpenhorst // dpa

MAINZ. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl (1930-2017) als überzeugten Europäer und Kanzler der Einheit gewürdigt.

Kohl, der 1969 bis 1976 Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz war, wäre an diesem Freitag (3. April) 90 Jahre alt geworden. «Helmut Kohl gehört bis zum heutigen Tag zu den herausragenden politischen Persönlichkeiten unserer Zeit», sagte Dreyer am Donnerstag in Mainz. «Die Wiedervereinigung Deutschlands und die Entwicklung der Europäischen Union werden für immer mit seinem Namen verbunden bleiben.»

Mit großer Zielstrebigkeit und ausgeprägtem Machtbewusstsein habe er politisch gewirkt und verkörpere die europäische Idee. Er sei «ein rheinland-pfälzischer Europäer» gewesen. «An seinem Geburtstag erinnern wir auch an die Bedeutung der Stärke und des Zusammenhalts der Europäischen Union.»

«Als junger Landtagsabgeordneter, als jüngster Fraktionsvorsitzender und vor allem als jüngster Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz hat er entscheidende Beiträge zur Entwicklung und Modernisierung des Landes geleistet», sagte Dreyer weiter. «Vieles, was in seiner Regierungszeit auf den Weg gebracht wurde, hat bis heute Bestand.» Dazu gehörten die Gründung der Universität Trier-Kaiserslautern, der Ausbau der Infrastruktur sowie die Verwaltungs- und Strukturreform mit der Schaffung der Verbandsgemeinden als Folge.

«Helmut Kohl ist in seiner langen bundespolitischen Karriere immer seiner Heimat verbunden geblieben und hat daraus Kraft geschöpft», sagte Dreyer. «Vielfach hat er bei internationalen Anlässen für die Pfalz und für Rheinland-Pfalz geworben.»

1 KOMMENTAR

  1. Ja vor allem mit grenzüberschreitenden Finanztransaktionen auf Schwarzgeldkonten in der Schweiz kannte sich der Kohl ja gut aus. Und bis ins Grab hat er sich geweigert, die Herkunft der Gelder aufzuklären.

    Die Zeiten aber sind hart und alle sollen den Gürtel enger schnallen, doch die Frau Marie Luise Dreyer hat trotzdem der Erhöhung der Rundfunkgebühren zugestimmt, weil ihre Nichtstuerfreunde bei den Öffentlich-Rechtlichen können sich ja vielleicht sonst keinen Schampus mehr leisten:
    https://www.rlp.de/de/aktuelles/einzelansicht/news/News/detail/ministerpraesidenten-der-laender-stimmen-neuem-rundfunkbeitrag-zu-1/

    Denkt dran nächstes jahr bei der der Wahl dies in eure Entscheidungsfindung miteinzubeziehen.

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