Selbständige fordern Öffnung kleiner Grenzübergänge

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SAARLOUIS. Der Europaverband der Selbständigen Deutschland (ESD) fordert die Öffnung der kleinen Grenzübergänge im Saarland zu Frankreich und Luxemburg. Die Sperrung der Übergänge im Zuge der Corona-Krise sei «überzogen und wirtschaftsfeindlich», teilte der Verband am Mittwoch in Saarlouis mit. Gerade für die grenznahen kleinen und mittelständischen Unternehmen, die ihren Betrieb trotz Einschränkung bislang aufrechterhalten konnten, seien die geschlossenen Grenzübergänge «eine Katastrophe».

Kunden, Mitarbeiter und Inhaber der Firmen müssten nun Umwege von bis zu 60 Kilometer in Kauf nehmen. Das sei «nicht zu tolerieren», hieß es in einer Mitteilung. Saarlands Innenminister Klaus Bouillon (CDU) solle sich beim Bundesinnenministerium dafür einsetzen, dass es an den saarländischen Grenzen zu Frankreich und Luxemburg möglichst alle zehn Kilometer einen offenen, überwachten Grenzübergang gebe.

Seit dem 16. März wird der Einreiseverkehr an einigen Übergängen an den Grenzen kontrolliert, um die Ausweitung der Corona-Pandemie einzudämmen. Die Mehrzahl der kleinen Übergänge wurde mit Barrieren abgesperrt, um den Verkehr an die überwachten Übergänge zu lenken. Bis auf wenige Ausnahmen dürfen nur noch Deutsche, Ausländer mit Wohnort und Aufenthaltsberechtigung in Deutschland, Pendler und Lastwagenfahrer, die wichtige Güter ins Land bringen, einreisen.

Der ESD vertritt Selbständige, Angehörige der freien Berufe, kleine und mittlere Unternehmen, Gewerbe-, Branchen- und Wirtschaftsverbände sowie Innungen. Er zählt rund 8 000 direkte Mitglieder. Zusammen mit den Mitgliedern der mit ihm verbundenen 84 Organisationen und Verbände vertritt der Verband rund 200 000 Selbstständige.

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