CDU-Fraktionschef will Lockerung der Grenzschließung für Erntehelfer

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Der CDU-Fraktionschef im rheinland-pfälzischen Landtag, Christian Baldauf, hat sich für eine zeitweise Lockerung der Grenzschließung für Erntehelfer aus Osteuropa eingesetzt. In einem Schreiben an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) warnte Baldauf, die verfügten Grenzschließungen hätten «massive Auswirkungen auf die heimische Landwirtschaft».

Bei den Landwirten werde es «unweigerlich zu enormen Umsatzeinbußen kommen, die nicht selten existenzgefährdend sind». Die Verbraucher würden die Entwicklung zunächst durch ein reduziertes Angebot an saisonalem Gemüse und dann durch Preissteigerungen zu spüren bekommen.

Baldauf erklärte in dem am Sonntag veröffentlichten Schreiben, prinzipiell befürworte er die angeordnete Schließung der deutschen Grenzen im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie. Allerdings dürften diesen Maßnahmen «nicht alle anderen berechtigten Interessen final untergeordnet werden».

Der Ausfall der Saisonarbeiter sei nicht ausschließlich durch den Einsatz von «Arbeitssuchenden, Asylbegehrenden mit guter Bleibeperspektive und Geduldeten aus sicheren Herkunftsländern sowie mit Studenten und Schülern» zu kompensieren, erklärte der CDU-Politiker weiter. Zum einen fehle es diesen Menschen meist an der entsprechenden Ausbildung für eine gesundheitsschonende Körperhaltung, zum anderen bleibe das Arbeitspensum nicht selten hinter dem der gelernten ausländischen Erntehelfer zurück.

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