Corona: “Dramatische Situation“ – Bewohner einer Behinderteneinrichtung gestorben

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Patrick Seeger

KOBLENZ. Ein 78-jähriger Bewohner einer Einrichtung für geistig Behinderte in Koblenz ist an den Folgen einer Corona-Ansteckung gestorben.

In dem Wohnhaus der Caritas und einer Schwestereinrichtung im nahen Weißenthurm zeichnet sich nach Angaben des Wohlfahrtverbands Caritas «eine dramatische Situation ab»: In beiden Gebäuden gebe es jeweils mehrere Corona-Infektionen bei Bewohnern und Mitarbeitern. Ein Sprecher der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz und damit des zuständigen Gesundheitsamtes sagte am Mittwoch, der 78-jährige Mann mit geistiger Behinderung sei am Dienstag gestorben.

Die Koblenzer Caritasdirektorin Martina Best-Liesenfeld zeigte sich laut Mitteilung vom Dienstag «tief erschüttert». Das Gesundheitsamt habe für das Wohnhaus Eulenhorst mit dem Todesfall und in der weiteren Caritas-Einrichtung St. Franziskus in Weißenthurm eine Quarantäne angeordnet. «Positiv getestete Bewohner verbleiben bei stabilem Gesundheitszustand im Haus. Alle Bewohner mit Symptomen werden vorerst so gut wie möglich isoliert», erklärte die Caritas. Besucher seien verboten, Mitarbeiter dürften nur noch ohne weitere Kontakte zwischen ihrem Zuhause und den Einrichtungen pendeln.

Da die geistig behinderten Bewohner der beiden Häuser tagsüber wegen der Corona-Pandemie nicht mehr eine Werkstatt oder Tagesförderstätte besuchen könnten, ist nun laut Caritas mit mehr Personalaufwand eine Betreuung rund um die Uhr in den Wohngebäuden nötig. Der Wohlfahrtsverband rief Freiwillige mit und ohne Vorkenntnisse auf, bei der Betreuung zu helfen.

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