Fünf Cybersicherheitsfehler, die alle neuen Betriebe machen

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Falls Sie beim Surfen im Internet plötzlich eine Nachricht auf dem Bildschirm erhalten und der Computer angeblich wegen "illegaler Aktivitäten" gesperrt wurde und Sie nun eine "Geldstrafe" zahlen müssten, damit er wieder freigeschaltet wird - VORSICHT! Hier sind Betrüger am Werk!

Für einen Unternehmer kann das Thema Cybersicherheit überwältigend komplex erscheinen. Wenn es mit dem Verkauf und dem Tagesgeschäft verbunden ist oder es unzähligen Prioritäten gibt, halten es einige sogar für irrelevant. Die Wahrheit ist, dass ein grundlegendes Verständnis der Informationssicherheit für jeden, der 2020 ein Unternehmen gründet, von entscheidender Bedeutung ist, insbesondere für diejenigen, die eine Online-Präsenz aufbauen wollen.

Die meisten angehenden Unternehmer werden die Zahlen inzwischen gesehen haben: Fast die Hälfte der kleinen Unternehmen in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen Cyberangriff erlitten. Von diesen erlebten 44 Prozent zwei, drei oder vier Angriffe hintereinander. Die Hacker werden immer dreister und die Bedrohungen werden immer größer – und neue Unternehmen sind am stärksten gefährdet. Erfahren Sie nachfolgend, welche fünf Cybersicherheitsfehler besonders häufig auftreten.

Gutgläubige Hoffnung, verschont zu bleiben
Gehen Sie nicht davon aus, dass Sie nicht für Cyber-Bedrohungen anfällig sind, nur weil Sie kein riesiges Unternehmen sind. Cyberkriminelle haben es immer wieder mit stärkeren, weiterentwickelten Bedrohungen auf kleine Unternehmen abgesehen. Eine der sichersten Maßnahmen, die Sie ergreifen können, ist die Planung eines Angriffs. Dabei werden Sie nach und nach Fehler und Schwächen in Ihrem System bemerken und können sie rechtzeitig beheben.

Schlechte Geräteverwaltung
Ist das Unternehmen klein und es gibt anfangs nur wenige zu schützende Geräte, tendieren die meisten Organisationen dazu, ihre Schutzsoftware individuell auf jedem Gerät zu installieren. Dies mag zwar am Anfang funktionieren, kann aber beim Einsatz weiterer Geräte nach und nach zu einem Problem werden, wenn Sie diese weiterhin separat schützen. Angreifer haben Zugang zu einer breiten Palette von Tools, von denen einige es eventuell schaffen, die auf bestimmten Betriebssystemen und Geräten verwendete Schutzsoftware zu umgehen. Schaffen sie es, auf nur eines davon zuzugreifen, ist bereits Ihr gesamtes Netzwerk gefährdet.

Es ist wichtig, eine klare Richtlinie zu erstellen und umzusetzen, die festlegt, welche Geräte (persönliche oder andere) in Ihrem Netzwerk zugelassen sind. Es ist auch sinnvoll, einige einfache Sicherheitsanwendungen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung anzuwenden. Ein bei Unternehmen beliebtes Sicherheitstool ist ein sogenanntes virtuelles privates Netzwerk, kurz VPN. Es leitet Ihren Datenverkehr durch eine Art Tunnel und sichert und verschlüsselt ihn damit unabhängig von der Sicherheit Ihres eigentlichen Netzwerks.

Nichtbeachtung grundlegender Maßnahmen
Es ist leicht, zu glauben, dass die kleinen Details, die in Gesprächen über die Sicherheit von Technologie immer wieder aufgegriffen werden, nicht wirklich wichtig sind. Muss man wirklich für jede sichere Anmeldung ein anderes Passwort verwenden und jedes Passwort regelmäßig ändern, ohne es jemals zu wiederholen? Kann man nicht einfach eines haben und es aufschreiben, damit man es ganz sicher nie vergisst? Dinge wie Passwortsicherheit und bedarfsgerechter Zugang reduzieren sowohl interne als auch externe Bedrohungen auf ein Minimum. Stellen Sie sicher, dass jedes Arbeitsgerät verschlüsselt wird und dass ehemalige Mitarbeiter nicht weiterhin Zugriff haben.

Mangelnde Mitarbeiterkenntnisse
Es mag zwar unnötig erscheinen, jeden Mitarbeiter in der Abwehr von Cyber-Bedrohungen wie Phishing-Betrügereien und ungesicherten Links zu schulen, aber es könnte Ihrem Unternehmen enorme Verluste ersparen. Sie sollten sowohl Fern- als auch Hausangestellte regelmäßig neu schulen, damit diese sichere Protokolle verwenden, nachdenken, bevor sie klicken, Schutzmaßnahmen in Sachen Gerätediebstahl ergreifen und in der Sekunde, in der ein Angriff stattfindet, aktiv werden. Die Infiltration ist inzwischen ausgeklügelt und kann legitim aussehen, so dass es nicht schwer ist, das ungeschulte, unachtsame Auge auszutricksen.

Datensicherungsmanagement

Wie wichtig Datensicherungen sind, wird von den meisten Unternehmen immer wieder unterschätzt. Sollte es doch zu einer Verletzung Ihrer Cybersicherheit im System kommen, kann sich ein kürzlich durchgeführtes Back-up als sehr hilfreich erweisen. Sind alle Ihre Dateien gesichert, können Sie das System leicht bereinigen, Ihre  Software neu installieren und dann die Dateien aus dem Back-up wiederherstellen. Wenn Sie dies jedoch nicht tun, könnte es den Verlust vertraulicher Informationen bedeuten und Ihr Unternehmen eventuell in Gefahr bringen. Egal, wie beschäftigt Sie sind, sollten Sie daher ab und zu etwas Zeit für Datensicherungen einplanen.

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