Erster mit dem Coronavirus infizierter Toter im Saarland

0
Foto: dpa-Archiv

SAARBRÜCKEN. Bundesweit starben schon mehr als 70 mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen. Nun gibt es auch im Saarland einen ersten Todesfall.

++ UPDATE 23.17 Uhr ++ : Erstmals ist im Saarland ein mit dem neuen Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Das teilte das saarländische Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Es handele sich um einen älteren Mann, der bereits eine Vorerkrankung hatte.

Zuletzt war die Zahl der Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 im Land deutlich gestiegen, am Samstagabend lag sie bei über 300 Fällen. Ein Großteil der Infektionen verläuft bislang eher milde, immer wieder müssen aber auch Patienten mit schwereren Verläufen in den Krankenhäusern behandelt werden. Viele bestätigte Fälle gab es im Regionalverband Saarbrücken.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hatte das Saarland eine Ausgangsbeschränkung verfügt. Seit Samstag 0 Uhr dürfen die Saarländer demnach die eigene Wohnung nur noch verlassen, wenn sie dafür einen triftigen Grund haben. Das hatte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Freitag angekündigt. Dazu gehöre der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe oder Arztbesuche. Auch gemeinsame Spaziergänge etwa in der Familie mit Abstand zu anderen bleiben weiter möglich.

Wegen der Gefahren durch eine schnelle Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 hatte das Land das öffentliche Leben immer weiter eingeschränkt. Befürchtet wird vor allem, dass Krankenhäuser überlastet werden können. Ziel der Maßnahmen ist es, durch eine Verringerung der sozialen Kontakte die Zahl der Neu-Infektionen zu begrenzen.

Bereits seit Mittwoch sind viele Geschäfte im Saarland geschlossen, Lokale durften nur noch zu bestimmten Zeiten öffnen. Kinos, Museen, Sport- und Spielplätze sind ebenfalls dicht. Mitarbeiter der kommunalen Ordnungsbehörden überprüfen, ob die Regelungen eingehalten werden.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.