Ansprache der Ministerpräsidentin an die Bevölkerung in Rheinland-Pfalz

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MAINZ. Das Coronavirus breitet sich weiter in großer Geschwindigkeit aus – auch in Rheinland-Pfalz. Ministerpräsidentin Dreyer (SPD) appellierte an die Bürger, sich an die Schutzmaßnahmen zu halten. Gegen 19.55 Uhr richtete sich die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, in einer Fernsehansprache an die Bevölkerung.

Für alle, die es verpasst haben, noch einmal die Rede hier im Wortlaut.

„Guten Abend, liebe Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen,

mir ist es wichtig, Sie in dieser schwierigen und herausfordernden Zeit der Corona-Krise immer wieder persönlich anzusprechen. Das ist möglich, weil ganz viele Journalisten und Journalisten trotz aller Widrigkeiten weiter ihre Arbeit tun. Dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!
Die Zahl der Infizierten wird auch bei uns weiter ansteigen. Die Landesregierung bewertet die Lage täglich neu und handelt entschlossen und konsequent auf der Grundlage der wissenschaftlichen Erkenntnisse und in enger Absprache mit unseren Kommunen und der Bundesregierung. Ich versichere Ihnen: Bei all unseren Entscheidungen stehen Ihre Gesundheit und Ihre Sicherheit an erster Stelle.
Unser Ziel ist: die Geschwindigkeit zu drosseln, mit der sich das Corona-Virus im Land ausbreitet, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig ins Krankenhaus müssen.
Damit es dazu nicht kommt, müssen wir alle unsere Kontakte auf das Notwendigste beschränken. Um diejenigen zu schützen, die besonders gefährdet sind, müssen jetzt alle Abstand halten.
Die Landesregierung hat dazu seit dem vergangenen Montag eine Reihe von einschneidenden Maßnahmen beschlossen:
• Unsere Schulen und Kitas sind geschlossen. Aber wir haben die Eltern nicht vergessen. Eine Notbetreuung ist für alle eingerichtet, die sie brauchen. Ich danke allen, die mithelfen, dass die Versorgung unserer Kinder gelingt.

• Am Dienstag haben wir Kneipen, Diskotheken, Kultur- und Freizeiteinrichtungen und auch Spielplätze geschlossen. Was die Menschen brauchen, bleibt geöffnet: Arztpraxen und Apotheken, Supermärkte und Drogerien, möglichst viele Institutionen der Wirtschaft und der Logistik.

Seitdem haben wir gesehen: Viele Menschen halten sich an die Schutzmaßnahmen. Ihnen allen möchte ich herzlich danken. Aber es gibt leider noch immer Leute, die den Ernst der Lage nicht begriffen haben. Ich sage ganz klar: Wer Corona-Partys feiert oder sich zum Kaffeekränzchen trifft, gefährdet das Leben anderer und auch sein eigenes.
Deshalb haben wir heute beschlossen, dass ab Mitternacht auch alle Cafés, Eisdielen und Restaurants in Rheinland-Pfalz geschlossen bleiben. Die Menschen können weiter an die frische Luft gehen, aber dürfen nicht mit mehr als fünf Personen zusammenstehen.

Abstand zu halten gilt leider auch im Blick auf unsere europäischen Nachbarn. Leider kämpfen unsere französischen Freunde in Grand-Est mit hohen Infektions- und Todesraten. Pendler und Pendlerinnen dürfen deshalb ab sofort nur noch zwischen ihrem Arbeits- und Wohnort hin und herfahren, ein Stopp im Supermarkt oder ein Ausflug zum Vergnügen sind verboten.
In einem zweiten Maßnahmenpaket erhöhen wir weiter massiv die Zahl der Behandlungsplätze für Corona-Kranke, insbesondere für schwere Verläufe.
Damit schnell getestet werden kann, haben wir im ganzen Land Fieberambulanzen eingerichtet und bauen diese weiter aus.
Wir haben bereits jetzt die Anzahl der Intensiv- und Beatmungsbetten deutlich erhöht und schulen 2000 Kräfte zusätzlich für die Pflege in den Intensivstationen.
In Corona-Schwerpunkt-Krankenhäusern werden zusätzliche Plätze geschaffen.
Ich versichere Ihnen: Wir arbeiten mit Hochdruck daran, alle, die erkranken, bestmöglich zu versorgen!

Ein drittes Maßnahmenpaket betrifft die Wirtschaft.
Schon jetzt hat das Virus massive Auswirkungen auf die Unternehmen, Selbständige und ihre Beschäftigten in Rheinland-Pfalz. Als Landesregierung tun wir alles, um krisenbedingte Insolvenzen so weit als möglich zu verhindern und Arbeitsplätze zu sichern.
Wir spannen gemeinsam mit der Bundesregierung einen Schutzschirm, um die schlimmsten Folgen der Corona-Krise zu verhindern.
Die Zugänge zum Kurzarbeitergeld wurden bereits erleichtert. Kein Unternehmen sollte jetzt zögern, sich für einen Kredit an seine Hausbank oder für Steuererleichterungen an sein Finanzamt zu wenden.

Selbständige, Kleinunternehmer, Künstler und Künstlerinnen trifft die Krise besonders hart. Für viele geht es um die Existenz. Der Bundesfinanzminister arbeitet gerade an einem milliardenschweren Hilfspakt für Soloselbständige und Kleinstfirmen, das in der nächsten Woche beschlossen wird.
Darlehen, direkte Hilfe und Zuschüsse werden den Unternehmen in Rheinland-Pfalz so schnell wie möglich zur Verfügung gestellt. Ich kann Ihnen versichern, wir werden in der aktuellen Situation alles tun, um alle Folgen der Corona-Pandemie abzumildern.

Liebe Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen,
wir stehen wirklich mitten in einer historischen Situation. Viele Menschen arbeiten gerade bis zur Erschöpfung. Ich danke denjenigen, die sich in den Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Laboren um Kranke kümmern und sich auf den Notfall mit vielen Schwerkranken vorbereiten. Ich danke den Verantwortlichen in den Kommunen und den vielen Polizisten und Polizistinnen, Feuerwehrleuten und Rettungskräften, die Tag und Nacht im Einsatz sind. Und ganz besonders auch denjenigen, die unter erschwerten Bedingungen unsere Versorgung sichern, so dass es uns an nichts fehlt. Sie alle leisten einen unschätzbaren Dienst für das Gemeinwohl!
Besonders freue ich mich, dass auch immer mehr Leute voller Elan und Humor Ideen entwickeln, die diejenigen unterstützen, die Hilfe brauchen. Sie zeigen: Menschlichkeit ist stärker als Egoismus! Zur Unterstützung dieser Initiativen hat die Landesregierung kurzfristig ein neues Förderprogramm aufgelegt, das unbürokratisch und schnell finanziell Hilfe leistet. Inzwischen haben schon 780 Lehrer und Lehrerinnen ihre Bereitschaft erklärt, an anderen Orten auszuhelfen. Auch dafür ein herzlicher Dank!

Liebe Landsleute, jeder Einzelne und jede Einzelne hat es jetzt in der Hand, ob wir das Virus eindämmen können. Ich bitte Sie eindringlich: Halten Sie sich an die vereinbarten Schutzmaßnahmen, um Menschenleben zu retten! Geben Sie auf sich und Ihre Nächsten Acht und bleiben Sie gesund!

Vielen Dank.“

16 KOMMENTARE

  1. Sie hat den Satz:

    „Um ein Zeichen zu setzen verzichtet der rheinland-pfälzische Landtag auf die geplante Erhöhung seiner Diäten und als Vorsitzende des Rundfunkbeirats werde ich gegen die geplante Rundfunkgebührenerhöhung zum jetzigen Zeitpunkt stimmen.“

    vergessen.

    Ausserdem wiederholt sie nur das was wir schon wissen. Daher: Unehrlich wie immer.

      • Der Affe imitiert, ich denke kritisch nach, das ist der kleine aber feine Unterschied der mich zum homo sapiens macht. Magst ne Banane?

        • Ja, legt die Banane vor meine Schlosstüre und verschwinde schnell in deine Zeit und versuche weiter zu denken wie man Feuer macht.
          Wir halten solange Abstand

  2. Telefongespräch zwischen Frau Marie Luise Dreyer und den Vorsitzenden des ZDF (Phantasieerzählung, Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen ist rein zufällig und durch die Meinungsfreiheit gedeckt 🙂 ):
    Frau Marie-Luise Dreyer: …quack quack blabla… ja mir gehts gut quack quack, also wir sind uns einig, Gemeinschaftsgefühl ansprechen, an Verantwortungsbewusstsein der Bürger appellieren…was sagst Du? – Nein klar, die Rundfunkgebühren werden wie geplant erhöht, keine Frage, das winken wir jetzt einfach mit durch, daran denken die meisten sowieso nicht…also bis bald und haltet die Ohren steif…

    • Wahnsinn Pit ,
      Dau bis soe richtigen dollen hautz

      Fassen Sie sich mal an den Kopf,
      Ne su richtich on de Schwelles 😅😅😅😅

          • Hab ich schon kapiert, keine Angst, ich wollte damit nur ausdrücken dass die unqualifizierten Aussagen von „Äfflein“ mich nicht berühren. Ich verstehe ja schliesslich die hiesigen Dialekte und Unterschichtensprachen 🙂

      • @ KINGKONG

        Es gibt nichts schlimmeres als diese Sprache nicht zu beherrschen . Zugezogener oder Möchtegernassi ?

        • Frau Jottpee, sie sind doch nicht aus Deutschland und wollen sagen das es eine Bildungslücke ist …..
          Eine wirkliche Bildungslücke ist ,
          Wet mich nicht kennt !!!

  3. Mal generell einen Apell an unsere Medien : zieht mal die ganzen selbsternannten „Virusspezialisten“ und „Verhaltensexperten“ aus dem Verkehr die täglich ihren Mist verbreiten . Ich muß mir nicht von Musikern , Schauspielern oder Komikern sagen lassen wieviel Klopapier ich kaufen darf . Dasselbe gilt für irgendwelche Ärzte die ständig ihren Senf abgeben und nur Chaos verbreiten .

    • sehe ich auch so….. und die die das meiste Geld auf Seite haben reden dann vom Gürtel enger schnallen

    • Mach was Du willst Pumernickel, lass dich nicht erwischen und bleib aus der Öffentlichkeit und steck bloß deine Mitmenschen nicht an.
      Es gibt viele die sich nicht fügen wollen, wie ihr Anhang fr. Jottpee
      Gesetzt ist Gesetz dazu gehören auch Regel.
      Aber es gibt ja auch noch saftige Strafen!

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