Gesundheitsministerin will Pandemie-Plan überarbeiten

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) will angesichts einer zunehmenden Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus den Pandemie-Plan des Landes überarbeiten.

Dieser sei nach Influenza-Epidemien in der Vergangenheit gut aufgestellt, sagte die Ministerin am Donnerstag dem SWR. Jetzt müsse der Plan an das neuartige Coronavirus angepasst werden.

«Wir sind auf so eine Epidemie gut vorbereitet», sagte die Ministerin im SWR-Tagesgespräch. Sie und ihre Mitarbeiter seien im ständigen Austausch mit den Gesundheitsämtern der Kommunen sowie mit dem Robert Koch-Institut, das die Maßnahmen koordiniere. Auch gebe es eine eigene, ressortübergreifende Task-Force im Ministerium. Ein möglicher Ausbruch sei «in den nächsten Stunden, Tagen auch in Rheinland-Pfalz wohl zu erwarten», sagte Bätzing-Lichtenthäler.

Die Ministerin sagte, es werde zunehmend schwieriger, Kontaktpersonen zu ermitteln, bei denen sich Coronavirus-Patienten angesteckt hätten. Bei den Krankheitsfällen in Nordrhein-Westfalen sei es zweckmäßig gewesen, Schulen und Kindergärten zu schließen. «Wenn es zu solchen Fällen in Rheinland-Pfalz kommt, ist dies auch bei uns eine denkbare Maßnahme.» Bätzing-Lichtenthäler sprach sich aber gegen eine Isolierung von Stadtgebieten oder Dörfern aus, wie es in Italien praktiziert wird: «Das sehen wir nicht als zielführend und auch nicht als sinnvoll an.»

3 KOMMENTARE

  1. Das ist mal wieder sozialdemokratische „Denke“ vom Feinsten: «Wir sind auf so eine Epidemie gut vorbereitet» und „Wir müssen jetzt umplanen“. Was denn nun?
    Auch wenn das Auto ja abgeschafft werden soll und Frau Ministerin sowieso gefahren wird, vielleicht erinnert sie sich ja dennoch an frühere Zeiten in denen sie selbst unterwegs war: Lenken ist angebracht, BEVOR man im Graben liegt!
    Möge uns [beliebige Gottheit bitte einsetzen] bei so viel Mittelmäßigkeit beistehen.

  2. Ein Pandemie Plan ist nutzlos, das Virus wird sich verbreiten und ist nicht aufzuhalten und da es keine Impfung gibt kann man nichts dagegen machen, vielleicht so handeln wie bei der Pest , sich zuhause verbarrikadieren und warten bis es vorbei ist .
    Alle Erklärungen staatlicher Stellen , dass man die Situation unter Kontrolle hat sind gelogen und sollen das Volk ruhigstellen, denn wenn es so ausbricht wie in China gibt es nicht genügend Kapazitäten an Ärzten und Krankenhäusern die das auffangen können.
    Wer noch gesunden Menschenverstand hat sollte sich zumindest mal ein paar Vorräte zuhause anlegen bevor die Discounter von Panikkäufern überrannt werden.

  3. In Japan genas eine an Covid-19 erkrankte Frau, wurde nach der Genesung negativ getestet und nach zwei Wochen erneut krank, neuer Test wieder positiv. Nach einer Zoonose passen sich die Erreger durch Mutation dem neuen Wirt an, von allen bekannten Organismen haben RNA-Viren die höchsten Mutationsraten. Meistens mutieren sie sich kaputt, jedoch kommt es bei großer Verbreitung mit ausreichend hoher Infiziertenanzahl zu funktionsfähigen Mutationen und damit zu einer erhöhten Infektiosität und zu schlimmeren Krankheitsverläufen. Wir werden Krankheitswellen erleben mit jeweils gesteigerter Aggressivität des Krankheitsverlaufs. Wir sind heute erst bei SARS-CoV-2, bald gibt es SARS-CoV-6…

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