Tendenz steigend: Immer mehr Trierer haben Zweitjob!

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TRIER. Wenn ein Job nicht reicht: Rund 4.400 Menschen in Trier haben neben ihrer regulären Stelle noch einen Minijob.

Damit stieg die Zahl der Zweitjobber innerhalb von zehn Jahren um 19 Prozent, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mitteilt. Die NGG Trier beruft sich hierbei auf neue Zahlen der Arbeitsagentur. Danach sind Zusatz-Jobs in Trierer Restaurants, Gaststätten und Hotels besonders verbreitet: In der Branche gab es im Juni 2019 rund 900 Zweitjobber – das sind doppelt so viele wie zehn Jahre zuvor.

Gewerkschafter Klaus Schu spricht von einer Schieflage auf dem Arbeitsmarkt: „Im Schatten des Booms der vergangenen Jahre sind viele sozialversicherungspflichtige Stellen entstanden, die oft kaum zum Leben reichen. Nebenjobs müssen dann die Haushaltskasse aufbessern. Aber wer auf einen Zweitjob angewiesen ist, der arbeitet meist am Limit – auf Kosten von Familie, Freunden und Freizeit“, so der Geschäftsführer der NGG Trier.

Dabei treffe der Boom bei den Nebenjobs langfristig auch die heimische Wirtschaft. „Gastronomen und Bäckermeister, die über den Fachkräftemangel klagen, aber gleichzeitig auf 450-Euro-Kräfte setzen, schneiden sich ins eigene Fleisch. Minijobber können keine Hotelfachleute ersetzen“, betont Schu. Doch Fachkräfte gewinne man nur mit ordentlichen Löhnen – „so hoch, dass die Beschäftigten keinen Zweitjob mehr brauchen“. Außerdem müssten sich die Arbeitgeber stärker um Nachwuchs kümmern. „Eine Lehre im Lebensmittelhandwerk oder im Gastgewerbe kommt für Schulabgänger nur infrage, wenn der Lohn und die Ausbildungsbedingungen stimmen“, so der Gewerkschafter.

Die NGG sieht aber auch die Politik in der Verantwortung. Die Zunahme der Zweitjobs sei auch das Ergebnis einer verfehlten Arbeitsmarktpolitik der Nullerjahre. „Mit einer Reform könnte die Bundesregierung Minijobs voll in die Sozialversicherung einbeziehen. Allerdings sollten die Arbeitgeber den größten Teil der Beiträge zahlen. Das macht reguläre Stellen attraktiver und verschafft den Minijobbern heute eine bessere Absicherung“, so Schu.

16 KOMMENTARE

  1. Das ist sicher weil in MARIE LUISE DREYERland alle so glücklich sind dass sie gerne noch länger arbeiten.

    Auch die Frau Dreyer hat ja einen Nebenjob, neben den ca. 11tausend EUR netto pro Monat als Ministerpräsidentin ist sie noch Vorsitzende des ZDF-Verwaltungsrates, bei ihrer Wahl grinste sie wie immer albern himmelwärts.
    Der muss natürlich üppig entlohnt werden damit Grinsemariechen auf ihre Kosten kommt, deshalb habt ihr sicher Verständnis dafür dass der ZWANGSrundfunkbeitrag bald mal wieder erhöht wird.

    Also zahlt mal schön und ackert.

  2. Hier noch ein Grinsefoto
    https://no.wikipedia.org/wiki/Malu_Dreyer#/media/Fil:WLP_RLP_9648_Malu_Dreyer.jpg
    für die SPD-Wähler unter uns.
    Gut mit 11tausend Euro netto hat man gut lachen.
    Dass die Frau im Schammatdorf lebt ist genauso gerechtfertigt wie dass die AWO-Vorstände in Frankfurt, allesamt SPD-Mitglieder, sich gegenseitig überhöhte Gehälter zugeschachert haben. Übrigens gabs in dem Zusammenhang auch Hausdurchsuchungen in Rheinland-Pfalz.
    Ich kenne auch Leute die im Schammatdorf leben, die halten von der nix, dass die dort lebt findet wohl nur die Jubelbürger gut die in der Zeitung danach gefragt werden.

  3. Weil man hier in RLP ( besonders im Grossraum Trier ) nicht ordentlich verdienen kann, es fehlen ganz einfach die Arbeitsplätze in der Industrie und mit unseren StadtGrünen wird das auch nicht besser. Von Dienstleistung und Handel partizipieren nur wenige. Man schaue sich doch mal bitte an was hier in Trier so gesucht wird…………““““Servicekräfte““““““, vom Spüler bis zur Thekenbedienung, dieser Markt überragt. Was bitte verdient man da???

  4. Den 22% die laut letzter Umfrage hierzulande immer noch SPD wählen würden sollte man sowieso die Anliegergebühren nochmal verdoppeln.

    • Habe gerade die Wahlergebnisse von Hamburg gesehen , SPD 38 % , Grüne 25% , AFD unter 5% .
      Normalerweise müsste man alles verkaufen was man in Deutschland hat und auswandern .
      Den Menschen in diesem Land ist leider nicht mehr zu helfen !

      • In Demokratien muss man auch mal Minderheit sein können und mit anderen Parteien im Team arbeiten… Welche Länder würden Sie empfehlen?

        • Jedenfalls nicht in Länder bei denen keine Meinugsfreiheit herrscht , es keine Demokratie bzw keine demoktarische Wahlen gibt und somit alles über den Kopf der Bürger hinweg entschieden wird und wo die Bürger zwecks Gebührenpflichtigem Staatsfernsehen manipuliert werden . Nur ein paar Beispiele ! Somit fallen schonmal weg : Syrien , Nordkorea , Kongo Turkmenistan , Tschad , Lybien , Somalia ,Laos , Sudan und Deutschland .

      • SPD minus 6% ist kein Sieg, auch wenn die SPD-Propaganda das so verkauft. Das ist eine Niederlage und es geht weiter abwärts, gut so.

        • Lieber Peter,
          im Hinblick auf den Cum-ex Skandal der Hamburger sPD ist das ein riesen Wahlerfolg. Ich meine, wenn schon die Zeit (Die Zeit als spd nahes Hamburger Leitmedium) solch einen Skandal von der sPD eine Woche vor der Wahl veröffentlicht, dann frage ich mich echt, wie blöd diese Hamburger Wähler da sind?
          Oder hatten die alle schon per Briefwahl gewählt?
          Oder haben die sich durch Hanau Angst machen lassen?

          Das der Scholz auch erst diesen Steuerskandal nach der Hamburgwahl im März aufklären will, ist auch absolut inakzeptabel. Beim letzten spd- Parteitag saß dein Freund Klaus Jensen ja neben ihm und die zwei haben sich augenscheinlich sehr amüsiert. Würde mich nicht wundern, wenn Dreyer und Jensen letzten Sonntag auch in Hamburg waren oder vielleicht haben sie ja wegen der Mainzer Fastnacht ihren Lakai den Teuber hin geschickt?

          Der Kahrs (spd) hat sich ja auch schon eine neue Stelle als Wehrbeauftragter kreirt – in der dieser unseriöse Mensch (er soll ja auch eine spd- Konkurentin gestalkt haben..) dann die nächsten Jahre Beamtenbesolldungen in Millionenhöhe berappen kann, falls es nächstes Jahr bei den Wahlen als Bundestagsabgeordneter nicht mehr in Hamburg reichen sollte.
          Wirklich ekelig diese Hamburger spd !

  5. Es liegt auch an den Entwicklungen der Produktionsfaktoren „Arbeit“ und „Boden“ (!) gerade hier in der Grenzregion zu dem Niedrigsteuerland Luxemburg. Diese Entwicklung hat massgeblich die spd mit verursacht. Die Wirkung durch ihre schlechte Politik der Hartz4- Reformen, des flächendeckenden Mindestlohnes, die Verhöckerung des öffentlichen Wohnraums etc. etc. sind zu niedrige Reallöhne, keine Tarifbindungen, mickrige Renten sowie viel zu schnell steigende Bodenpreise im vorgelagerten Absatzmarkt und dadurch hohe Mieten im nachgelagerten Wohnungsmarkt. Wenn jemand diese Korrelationen genau untersucht, dann sieht er auch, das diese Verteilungskämpfe hochexplosiver sozialer Sprengstoff für die deutsche Gesellschaft sind, weil sich diese immer ein Ventil sucht um den Druck aus dem Kessel zu lassen. Das ist in dem Fall, dass viele Bürger sich Wahlalternativen suchen und somit die Mitte der etablierten Parteien gewaltig an Wählerstimmen verliert. Das geht übrigens bis weit in die Mittelschicht hinein, wodurch auch die cdu an Kraft verliert. Deshalb ist es einfach nur absurd, wenn die spd u. d. cdu hierzulande jeden retten und versorgen will, der kein Bundesbürger ist sowie keinen rechtlichen Anspruch hat hier zu sein, weil viele Migranten aus ökonomischen Gründen in unser Sozialsystem immigriert sind und weiterhin möchten.

    Selbst der spd nahe Fratscher (der übrigens mit seinem Institut in Frage steht..) kapiert das nun endlich mal. Fraglich ist, ob er die spd richtig anhand von guten Instrumenten wie die „Bodenwertsteuer“ beraten kann?! Auch weil diese Partei diesbezüglich im inneren so gespalten ist. Neben dem Cum-ex Skandal ist dem Scholz seine Grundsteuerreform auch ein sozialdemokratischer Flop, dem sogar noch die Dreyer zustimmt und das wobei SIE mit dem Land die Öffnungsklausel innerhalb der Reform nutzen könnte – um sozial gerecht deregulieren zu können.
    DAS MACHT DIE DREYER ABER NICHT !!!
    Fraglich ist warum?

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-02/wohnungsmarkt-mieten-wohnkosten-einkommen-sozialsystem?fbclid=IwAR3TxaNXjuKL33tCtXb-Pghs3RD4BXLxQBZc25u4wubcyCZ2ZOOETqwZOoE

    • Sie empfehlen also einen höheren Mindestlohn für alle Branchen und einen besseren Mietendeckel? Also weniger FDP und AfD, dafür mehr Linke und Grüne? Die Enttäuschung über die SPD ist verständlich.

      • Nein das empfehle ich nicht.
        Ich empfehle eine niedrigere Besteuerung vom Produktionsfaktor „Arbeit“ und eine gerechtere Besteuerung vom Produktionsfaktor „Boden“ und zwar da wo er nicht effizent genutzt wird sowie da wo im privatem Eigentum viel „Boden“ in Form von Immobilien, Land und Forst akkumuliert wurde und wird.
        Die reichsten 10 % der deutschen Gesellschaft haben ihr Vermögen größtenteils in dem Produktionsfaktor „Boden“ akkumuliert.
        Deutschland hat zurzeit einen Gini-Koeffizienten von 0,74 was im internationalen Vergleich grottenschlecht ist und beweist—dass die BRD nicht nur ein Riesen Problem in der Verteilung—sondern auch in der gerechten Besteuerung von Vermögen hat. Die legale sowie illegale Steuerflucht in Niedrigsteuerländer wie Luxemburg und die Schweiz könnte durch die „Bodenwertsteuer“ auch umgekehrt werden, weil man den Produktionsfaktor „Boden“ nicht so einfach über die Grenze fahren kann wie zum Beispiel die „Arbeit“ und der Produktionsf. „Kapital“.
        Vergleichen Sie doch mal die Entwicklung der Preise von Lohn für Arbeit und der Bodenrenten beim knappen Boden seit den 60ern.
        Anschließend sehen Sie die Korrelation bezüglich der Besteuerung und der Wertentwicklung dieser Produktionfaktoren.
        Die Niedrigzinspolitik der Zentralbanken befeuert diese Entwicklung und zieht immer mehr Menschen in die Bodenspekulation durch billiges Kapital. Wodurch dann wieder eine Immobilienblase entstehen könnte, wie damals in der Finanzkrise 2008.

        Das hat gar nichts mit einem Mietendeckel zu tun, sondern das ist liberale und soziale sowie ökologische Politik.
        Weiterhin halte ich gar nichts vom flächendeckenden Mindestlohn (!) weil 9,35 € in der Uckermark viel mehr sind – wie zum Beispiel in Schwarmstädten wie München, Hamburg, Frankfurt oder Trier (wegen des Mietzinses..). Deshalb brauchen wir in Deutschland wieder Tarifverträge die angemessen zur Reallohnentwicklung sind SOWIE eine Steuersenkung auf geleistete Arbeit und wie bereits geschrieben eine gerechte Besteuerung auf leistungsloses Einkommen wie zum Beispiel Bodenspekulationen, Miet und Pachterträgen.

        • Dazu sagt Wikipedia: „Die Einkommensungleichheit in Deutschland lag 2005 knapp unter dem OECD-Durchschnitt. 2008 betrug ein mittleres verfügbares Einkommen 1.252 bei einem Gini-Index von 0,29. Die Vermögensverteilung in Deutschland ist mit einem Gini-Index von 0,78 deutlich stärker konzentriert als die Verteilung der Einkommen.“

          Wenn ich in die Ranglisten schaue, ist das Einkommen besonders gleich verteilt in Ländern wie Slowenien, Ukraine, Tschechien, Belgien und in Skandinavien. Die 0,29 für Deutschland sind nicht schlecht: Brasilien liegt bei 0,51 und USA und China bei 0,42. Sogar in UK, Spanien und Portugal ist das Einkommen viel ungleicher verteilt als hier, also höherer Index. Belgien hat 1600 Euro Mindestlohn bei 38 Stunden. Ähnlich wie Deutschland. In Griechenland, USA und Japan ist der Mindestlohn sehr viel niedriger. Was machen die Belgier besser?

          Länder mit sehr ungleichem Vermögen sind Russland (0,92), Indien (0,88) und USA (0,86). Auch Brasilien und China sind viel ungleicher als Deutschland. Die Welt hat 0,93. Japan (0,63), Belgien (0,64), Griechenland, Spanien und Italien sind relativ fair. Vermögenssteuern gibt es z.B. in Island, Norwegen, Frankreich (Gini 0,72), Griechenland (Gini 0,67). Aber scheinbar nicht in Belgien?

          • @Eric, das Problem liegt auch bei dir in den nicht vorhandenen ökonomischen Grundkenntnissen. Wie sollst Du dann komplexe ökonomische Zusammenhänge verstehen können. Deshalb lassen sich auch viele Bürger in Deutschland so oft ein X für ein U vormachen, wenn es zum Beispiel um Wohlfahrtsgewinn bzw. um Wohlfahrtsverlust geht. Anstatt Wikipedia zu nutzen um Begrifflichkeiten zu Googlen solltest du besser mal seriöse Primär u. Sekundärliteratur hinzuziehen. Dennoch versuche ich dir jetzt hier die kausalen Zusammenhänge genauer zu erklären. So fern das in so einem Forum wie lokalo.de überhaupt funktioniert kann.
            Nach ihrer Logik müsste das Durchschnittseinkommen ja sinken, weil der Niedriglohnsektor seit ca. 2 Dekaden viel größer geworden ist. Im Schnitt arbeitet jeder vierte deutsche Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor. Um ihnen das mal an einem Beispiel genauer zu erklären, dass man nicht das Durchschnittseinkommen dazu bewerten darf, weil A für die (verschiedenen) Armutsgrenzen nicht der Durchschnitt genommen wird, sondern der Median. Nicht das Einkommen, sondern das Netto-Äquivalenzeinkommen. Deshalb zum besseren Verständnis ein Beispiel: Wenn 10 Billig Lohner 100 Euro weniger bekommen, der Chef aber 1200 Euro mehr – dann steigt das Durchschnittseinkommen. Kapieren Sie das bis hierhin? Denken Sie mal diesbezüglich an die fetten Bonuszahlungen von Vorständen. Entscheidend ist aber letztendlich die Kaufkraft (gemessen am Reallohn). Es mag sein, dass das Durchschnittseinkommen weiterwächst, als die Renten und das Einkommen div. privater Haushalte gemessen an der Kaufkraft. Dadurch wird die Armutsgrenze stetig nach oben verlagert, die Kaufkraft bleibt aber im Endeffekt konstant. Der Durchschnittspreis von Waren richtet sich jedoch am Durchschnittseinkommen, somit sinkt die Kaufkraft von denen, wo das Einkommen nicht proportional zum Durchschnittseinkommen steigt. Das Resultat davon führt nicht nur zu relativer Armut, sondern faktisch zum Wohlfahrtsverlust in der Bundesrepublik Deutschland. Außerdem sind seit 1962 bis 2015 bundesweit die Baulandpreise um 1600 Prozent gestiegen und durch diese Steigerung des Preises im vorgelagerten Absatzmarkt dem Bodenmarkt steigt dann letztendlich auch der Mietzins. Denn 57 % aller Haushalte in Deutschland wohnen zur Miete — deshalb erleiden diese privaten Haushalte Jahr für Jahr auch einen dadurch einen erheblichen Wohlfahrtsverlust, weil die Einkommen nicht dementsprechend steigen. Lösungen d.h. Instrumente das zu ändern gibt es. Jedoch ist die Politik quer durch alle Fraktionen hindurch diesbezüglich beratungsressistent.
            Bundeskanzlerin Merkel und ihre Groko schaffen aber bestimmt noch einen Ginikoeffizienten von 0,80 bis zur nächsten Bundestagswahl 2021.

          • Hier die Istsituation aus 2018 vom IW und die Zahlen dazu.

            DEUTSCHLAND
            Gini Einkommen 0,291
            Gini Vermögen 0,791
            Kaufkraftbereinigtes Medianeinkommen 1.721,- €

            Ich vermute mal, dass die GroKo (kann man ja eigentlich nicht mehr schreiben..) unter Bundeskanzlerin Merkel es Stand heute schon über 0,80 geschafft hat.

            https://www.iwkoeln.de/studien/iw-kurzberichte/beitrag/judith-niehues-die-einkommens-und-vermoegensungleichheit-deutschlands-im-internationalen-vergleich-387559.html

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