Auf Foto mit abgetrenntem Kopf posiert: Urteil im Prozess erwartet

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Bildquelle: Wikimedia Commons

KOBLENZ. Im Prozess gegen einen Syrer, der mit dem abgetrennten Kopf eines Kriegsgegners posiert haben soll, will das Oberlandesgericht Koblenz voraussichtlich heute ein Urteil verkünden. Der 34-jährige Flüchtling hat den Vorwurf, sich in seiner Heimat mit dem Kopf eines Bürgerkriegsgegners einem Fotografen präsentiert zu haben, laut einer Gerichtssprecherin gestanden. Die Anklage wertet dies als ein Kriegsverbrechen.

Unter Einbeziehung einer anderen zweieinhalbjährigen Haftstrafe gegen den Angeklagten forderte die Verteidigung eine Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten. Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz plädierte auf drei Jahre und neun Monate Haft.

Der 34-Jährige soll sich der Anklage zufolge einst dem bewaffneten Widerstand gegen die syrische Regierung angeschlossen haben. Dort habe er mit dem Kopf eines Soldaten «in einer den Getöteten verhöhnenden und in seiner Totenehre herabwürdigenden Weise» posiert. Ihm werde nicht vorgeworfen, den Kopf selbst abgetrennt zu haben.

Das Amtsgericht Saarbrücken hatte ihn laut seinem Verteidiger 2018 unter anderem wegen Körperverletzung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt. Er kam im Saarland in Haft.

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