TBB Trier: Barry me home again – Stewart is back

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TRIER. Die TBB Trier hat sich mit Shooting Guard Barry Stewart (USA) auf einen Einjahresvertrag für die Saison 2012/13 geeinigt. Der 1,93 Meter große Defensivspezialist aus Shelbyville/Tennessee hatte bereits in seiner ersten Profi-Saison vor zwei Jahren in Trier mit einem guten Distanzwurf und seinem Markenzeichen, der bärenstarken Verteidigung, überzeugen können.

In den vergangenen Wochen wurde online viel diskutiert, ob Barry Stewart nach Trier zurückkommen würde. Jeder Fan war der Meinung, dass der Verteidigungsspezialist eine deutliche Verstärkung auf der größten Baustelle der vergangenen Saison wäre. „Unrealistisch“, „hört auf zu träumen“ – hielten jedoch viele die Verpflichtung des 24-jährigen US-Amerikaners für ein Ding der Unmöglichkeit.

Kein Wunder, denn Stewart machte in der vergangenen Saison einen gewaltigen Leistungssprung im Dress der Gießen 46ers, avancierte mit 13,3 Punkten pro Partie zum Topscorer. Auch seine Quote von jenseits der 6,75-Meter-Linie stieg um satte 9,1 Prozent auf 40,6 Prozent. In den beiden Duellen mit seinem Ex-Team Trier war er der entscheidende Faktor zu Gunsten der Lahnstädter, legte 19 und 20 Punkte auf. Noch vor kurzem betonte der neue Chefcoach der Gießener, Mathias Fischer, dass „viele Vereine an Barry Stewart interessiert sind und er meines Wissens bei einem großen Klub unterschrieben hat“. Ob Fischer damit die Trierer meinte, bleibt wohl ein Geheimnis. Fest steht, dass insgesamt vier BBL-Clubs Angebote für Stewart unterbreitet haben.

„Was muss ich zu Barry noch viel sagen? Er hat eine sehr gute Saison in Gießen gespielt, nicht nur in den beiden Spielen gegen Trier. Er hat sich noch weiter entwickelt und hat noch viel Potenzial nach oben. Natürlich habe ich ihn nach der Saison angerufen und gefragt, was er jetzt vorhat. Es ist etwas ganz besonderes für mich, dass wir es geschafft haben, ihn wieder zurück nach Trier zu locken“, so der glückliche Trierer Chefcoach Henrik Rödl.

Trier war von vornherein erste Wahl für den verlorenen Sohn, der während seines Urlaubs per Skype-Videochat zugeschaltet ist. Stewart befindet sich beim Live-Interview augenscheinlich auf einer Toilette, doch der gutmütige Basketballfan erkennt einen Liebesbeweis an seinen Ex-Club „Fliesen 46ers“. 

„Ich habe mich in Trier immer sehr wohl gefühlt und hatte ein tolles Gespräch mit Coach Rödl. Mich reizt die neue Rolle und ich werde mehr Verantwortung übernehmen. Ich bin in der letzten Saison reifer geworden, habe viel Erfahrung gesammelt“, freut sich der Rückkehrer auf seine neue Aufgabe und fährt fort: „Ich glaube, unser neues Team wird äußerst spektakulär anzuschauen sein.“

Auch wenn das Team diesen Vorschusslorbeeren erst gerecht werden muss, so wissen Henrik Rödl und die Fans zumindest, was sie von Stewart erwarten können: Bissige Defense und einen ruhigen Teamplayer, der zu einem konstanten Scorer gereift ist. In Gießen blieb er in lediglich sieben Spielen unter zehn Punkten. Die Hauptaufgabe des 1,93-Meter großen Athleten dürfte dennoch wieder die Verteidigung des besten gegnerischen Guards werden. Der beste „Ballklauer“ der vergangen Spielzeit, Nate Linhart, weilt schon in Trier, um sich gezielt auf die neue Saison vorzubereiten und freut sich auf die gemeinsame Defensivarbeit mit Barry Stewart.

„Es ist äußerst unangenehm gegen ihn zu spielen, weil er einen guten Sprungwurf hat und auch die Blocks perfekt ausnutzt. Ich denke defensiv werden wir gut harmonieren und einige Teams vor Probleme stellen. Unser Team ist in der kommenden Saison ingesamt athletischer, schneller und defensivstärker“, gibt Linhart beim Livestream einen Vorausblick auf die Zusammenarbeit mit dem Shooting-Guard und den neuen Spielstil und stößt dabei ins gleiche Horn wie Co-Trainer Thomas Päch, der ebenfalls beim Livestream anwesend ist. „Wir werden äußerst unangenehm zu spielen sein, und, ja, das Duo Stewart/Linhart gehört defensiv sicherlich zum Besten, was diese Liga zu bieten hat.“

Beim Blick auf den Kader fällt auf, dass Rödl bisher konsequent die größte Schwäche des letztjährigen Rosters bekämpft: Mangelnde Qualität von jenseits der 6,75-Meter-Linie. Mit Stewart, Doreth und Mönninghoff hat man drei neue Spieler im  Aufgebot, zu deren Stärken der Dreipunktewurf zählt.

Schon jetzt dürfen die Fans gespannt sein, wen Rödl auf der vakanten Spielmacherposition aus dem Hut zaubert. Genaueres erfahren die Fans dann beim letzten Livestream am Montag, 30. Juli, ab 19.30 Uhr. Wie immer live bei lokalo.

ZUM KOMMENTAR von Eric Thielen

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