Festnahmen nach Razzien wegen falscher Polizisten

Die Polizei hat eine mutmaßliche Betrügerbande hochgenommen. Festgenommen wurden mehr als 20 Menschen. Mit ihrer Masche hatten die Betrüger es meist auf ältere Menschen abgesehen.

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Foto: dpa-Archiv

KOBLENZ/OSNABRÜCK. Im Zuge von Ermittlungen gegen eine mutmaßliche Betrügerbande hat die Polizei am Mittwochmorgen in Nordrhein-Westfalen und der Türkei Razzien durchgeführt. Die Mitglieder der Bande sollen sich bundesweit als Polizisten ausgegeben haben. Ein Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück bestätigte, dass in der Türkei mehr als 20 Menschen, in NRW drei Menschen festgenommen worden seien. Unter den Festgenommenen in der Türkei befinde sich auch der mutmaßliche Chef.

Bei den Ermittlungen hätten deutsche und türkische Behörden eng zusammengearbeitet. In NRW gab es 22 Durchsuchungen von Wohnungen, Geschäftsräumen und Fahrzeugen, unter anderem in Köln, Bochum, Münster, Datteln, Rheine und Dortmund. In der Türkei fanden die Razzien in Antalya und Istanbul statt.

Die Staatsanwaltschaften in Osnabrück und Koblenz ermitteln gegen die Bande. Sie soll für rund 100 Taten in 10 Bundesländern verantwortlich sein, wobei der Schwerpunkt in NRW, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz liegt. Die Bandenmitglieder sollen ihre meist älteren Opfer um mehr als drei Millionen Euro betrogen haben.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) dankte der Polizei für ihre erfolgreiche Arbeit. «Das ist auch ein Signal gegen ähnlich agierende Organisationen, dass wir sie immer im Blick haben», sagte er. «Wir werden auch zukünftig alles dafür tun, dass Betrüger, die gerade ältere Menschen mit perfiden Maschen um ihr Erspartes bringen wollen, nicht erfolgreich sein werden.»

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