Zugverkehr nach Sturm wieder stabil

Das turbulente Wetter hat in Rheinland-Pfalz und Saarland zuletzt weniger Schaden angerichtet als befürchtet. In vielen Fällen blieb es bei umgepusteten Bäumen. Mit stärkeren Böen muss auch noch in den kommenden Tagen gerechnet werden.

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MAINZ/SAARBRÜCKEN. Nach Durchzug des Sturms laufen die Aufräumarbeiten in Rheinland-Pfalz und im Saarland weiter. Größere Auswirkungen gebe es aber nicht mehr, teilten mehrere Polizeidienststellen am Dienstag mit. Im Zugverkehr fielen am Dienstagmorgen mehrere Verbindungen aus und es kam zu Verspätungen.

Betroffen war unter anderem die Strecke zwischen Koblenz und Gießen, dort lag ein umgestürzter Baum auf den Gleisen. Die Fahrgäste mussten laut Deutscher Bahn (DB) zwischenzeitlich zwischen Koblenz und Limburg auf Busse umsteigen. Im Saarland war die Strecke zwischen Rohrbach und Homburg zwischenzeitlich nur eingleisig befahrbar. Eine die DB-Sprecherin sagte am Morgen, der Verkehr laufe bereits wieder weitgehend stabil. Später hieß es dann: «Jetzt läuft eigentlich so weit wieder alles rund.»

Unwettereinsätze registrierte vor allem die Polizei im Saarland. Insgesamt seien es 57 Fälle gewesen, sagte ein Sprecher in Saarbrücken. Vor allem habe es Behinderungen auf den Straßen wegen beispielsweise herabstürzenden Ästen gegeben. Verletzt worden sei niemand.

Landesweit habe es wegen Orkantief «Sabine» seit Sonntag rund 400 Einsätze im Saarland gegeben. Eine Frau erlitt am Wochenende lebensgefährliche Verletzungen, als ein umstürzender Baum sie traf. Ihr Gesundheitszustand war am Dienstagmittag noch unklar.

In Rheinland-Pfalz meldete sich in der Nacht auf Dienstag ein verirrter Autofahrer bei der Polizei in Bad Bergzabern (Südliche Weinstraße). Der Mann gab an, wegen umgefallener Bäume von der Landstraße auf das angrenzende Waldgebiet ausgewichen zu sein. Im Wald hatte er sich dann verfahren. Die Beamten lotsten den Mann aus dem Wald.

Im Steinfeld (Landkreis Südliche Weinstraße) knallte einer Autofahrerin eine durch den Wind abgerissene Fahrzeugabdeckung eines Busses in die Windschutzscheibe. Die 41-Jährige wurde laut Polizei von Glassplittern im Gesicht leicht verletzt.

Wenig Schaden richtete das Wetter in Mainz und im Umland an. Einem Polizeisprecher zufolge wurden sechs Ereignisse gemeldet. Dabei handelte es sich um mehrere umgerissene Bäume und ein Straßenschild, die teils Straßen blockierten. Das Fazit des Sprechers: «Keine Verletzten, keine größeren Schäden.»

Im Kreis Kaiserslautern blieb die Lage ebenfalls ruhig. Lediglich ein Baum sei auf eine Kreisstraße gefallen, sagte ein Polizeisprecher. Die Straße habe kurzzeitig gesperrt werden müssen, Verletzte habe es nicht gegeben. Aus Koblenz hieß es: «Es hat gestürmt, aber es ist kein größerer Schaden entstanden.» Ähnlich äußerte sich die Polizei in Ludwigshafen.

Wie sehr «Sabine» in den rheinland-pfälzischen Wäldern gewütet hat, war zunächst unklar. Es würden noch weitere Sturmböen erwartet, teilte die Zentralstelle der Forstverwaltung mit. Daher sei es noch zu gefährlich, sich ein Bild vor Ort zu verschaffen. Voraussichtlich gebe es erst Ende der Woche einen Überblick über die Schäden.

Auch in den kommenden Tagen soll es sehr windig sein. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für Mittwoch mit starken Böen. In hohen Lagen seien einzelne Sturmböen nicht ausgeschlossen. Am Donnerstag wehe der Wind mäßig bis frisch, in Böen stark bis stürmisch.

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