Handyempfang: Noch viele Funklöcher in Rheinland-Pfalz – besonders in der Grenzregion

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Die Aufschrift ´Kein Netzª ist auf dem Bildschirm eines Mobiltelefons zu sehen. Foto: Inga Kjer/Archiv

REGION. Handys sind längst Alltag – aber stabile Telefonverbindungen nicht. In Rheinland-Pfalz gibt es noch viele Funklöcher: Beispielsweise im Westen des Landes an der Grenze zu Luxemburg: «Wir haben keine Chance, ins deutsche Mobilfunknetz zu kommen. Man hat uns vergessen», sagt Ortsbürgermeisterin Stephanie Weiler über den 40-Einwohner-Ort in der Eifel.

Ein «ganz großes Problem» gebe es bei Notfällen: «Wenn wir einen Notruf absetzen, landen wir in Luxemburg auf der Leitstelle.» Bis von dort der Notfall nach Trier weitergeleitet worden sei, gingen «wertvolle Minuten» verloren, sagt Weiler, die selbst im Rettungsdienst arbeitet.

Auch für die rheinland-pfälzische Medienstaatssekretärin Heike Raab (SPD) ist klar: Die Mobilfunknetzbetreiber müssen nachlegen, fordert sie. Nach Berichten der Bundesnetzagentur versorge Vodafone in Rheinland-Pfalz 97 Prozent der Haushalte, bleibe vor allem bei den Bundesautobahnen und den Schienenwegen im Rückstand. Die Deutsche Telekom hänge ihrer Ausbauverpflichtung von 97 Prozent bis Ende 2019 mit Verweis auf grenznahe Regionen hinterher: Sie erreiche 96,48 Prozent. «Dieser Rückstand muss schnellstens aufgeholt werden», sagt Raab. Der Versorgungsstand der Telefonica sei dramatischer und müsse «praktisch überall mit Schallgeschwindigkeit ausgebaut werden».

Einer Studie des Mess- und Beratungsunternehmens Umlaut zufolge haben Smartphone-Nutzer derzeit lediglich in fünf deutschen Städten eine vollständige Mobilfunkversorgung mit dem schnellen Standard 4G – darunter aber in den pfälzischen Orten Frankenthal und Ludwigshafen.

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