Neue Blitzer: Mainz blitzt bald Rotlichtsünder – auch Trier hat Pläne

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Seit wenigen Monaten können rheinland-pfälzische Kommunen beantragen, Blitzgeräte an Ampeln installieren zu dürfen. Die Landeshauptstadt Mainz, auf deren Initiative die entsprechende Landesverordnung 2019 geändert worden war, steckt in den letzten Vorbereitungen. Noch im Laufe dieses Jahres dürfte ein erster Ampel-Starenkasten im Einsatz sein. Pläne für diese Blitzgeräte gegen Rotlichtsünder haben auch die Verbandsgemeinde Pellenz im Kreis Mayen-Koblenz sowie Trier. Andere Städte sind noch zurückhaltend.

Früher war das Blitzen an Ampeln im Land nur der Polizei vorbehalten. Seit Inkrafttreten der überarbeiteten Verordnung über Zuständigkeiten auf dem Gebiet des Straßenverkehrsrechts im Juli 2019 können Kommunen beim Innenministerium beantragen, selbst aktiv zu werden. Mainz hat das getan, wurde in eine Liste aufgenommen und bekam so grünes Licht.

Ein Antrag liegt dem Ministerium auch aus Pellenz vor, wie Ministeriumssprecher Joachim Winkler sagte. In Trier beschloss der Stadtrat im vergangenen Dezember einstimmig, beim Land die Übernahme von Kontrollen an Ampeln – sogenannten Lichtsignalanlagen – zu beantragen, wie Stadtsprecher Michael Schmitz erklärte. Sobald der Antrag genehmigt sei, würden Geräte angeschafft. Das sei mit einer Ausschreibung verbunden, dauere also noch etwas. Vermutlich seien die ersten Geräte 2021 im Einsatz. In der Diskussion für die jeweils rund 100 000 Euro teuren Blitzer seien in Trier zwölf mögliche Standorte.

Der erste Mainzer Ampelblitzer wird vermutlich noch in diesem Jahr an einer Kreuzung an der viel befahrenen Rheinallee installiert, wie Leonie von Bremen von der Pressestelle mitteilte. Autofahrer sollten dort gleichzeitig daraufhin überprüft werden, ob sie die Rheinachse überhaupt befahren dürften. Denn auf der gilt ab dem 1. Juli 2020 ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge bis zur Schadstoffklasse 5 sowie für ältere Benziner (Euronorm 1 und 2).

Insgesamt sollen in Mainz der Stadt zufolge zunächst sechs Ampelblitzer aufgestellt werden. Da nicht jede Ampelanlage umgerüstet werden könne, würden diese nun daraufhin geprüft. Priorität bei der Wahl der Standorte für die Blitzer habe in Mainz die Verbesserung der Sicherheit an Schulwegen. Nahe einer Schule im Stadtteil Gonsenheim hatte ein Autofahrer im Jahr 2015 eine rote Ampel überfahren und zwei Kinder erfasst. Ein Siebenjähriger starb. Der Unfall war auch der Grund der Mainzer Initiative für eine Änderung der Landesverordnung.

Wenn ein Kind eine Ampel benutze, müsse es sicher sein können, gefahrlos die Straße überqueren zu können, betonte die Mainzer Stadtverwaltung. In den vergangenen Jahren habe es wiederholt Hinweise aus der Bevölkerung zu Rotlichtverstößen gegeben.

Deutlich zurückhaltender äußert sich bislang die Stadt Ludwigshafen. Es gebe keine Bestrebungen, Rotlichtblitzer aufzustellen, teilte ein Sprecher mit. Auch in Koblenz sowie Kaiserslautern ist nach derzeitigem Stand Sprechern zufolge nichts geplant

(dpa)

16 KOMMENTARE

  1. Wenn sich Radfahrer beim Blitzen lokalisieren ließen dann wäre das ein fettes, dickes Geschäft aber auch so ist diese Maßnahme zu begrüßen.

  2. von mir aus soll Trier das machen, seitdem die Geschwindigkeitskontrollen an so dreisten Stellen (Unfallschwerpunkte hahaha…) durchgeführt werden, fahre ich um meine Einkäufe zu erledigen ins benachbarte Luxemburg oder nach Bitburg 🙂 hätte ich schon früher machen sollen 🙂

    • So einen Bullshit habe ich selten gelesen: in Luxemburg wird genauso geblitzt, nur ist es dort teuerer. Da sind Sie beim ersten km/h bereits 49 € los!

  3. Wofür diese Pleite Stadt alles so Geld hat?
    100.000 so ein Gerät,was sicher auch mal kaputt gehen/gemacht,werden kann?
    Nobel,Nobel,Schön,wenn man die Knete so raushämmern Kann?

    • Das ist ein Invest. Bei der Einführung der kommunalen Geschwindigkeitskontrollen war es doch auch die CDU die damals massive Bedenken wegen der Kostendeckung hatte und überall das Mächen vom Zuschuss erzählt hat.
      Nun, das Invest hatte, mit geringeren Kosten als kalkuliert schon nach 3 Monaten die Verlustzone verlassen.
      Noch dazu kommt: Eine Gemeinde ist keine GMBH

      • Wurden die Bürger falsch informiert, oder habe nuŕ ich das falsch verstanden? Es gab doch vor kurzem ein Gerichtsurteil aus dem hervorging das private Anbieter und Betreiber von Blitzern jedweder Form illegal sind, da Rechtsverletzungen im Verkehr ausschließlich von der Polizei geahndet werden dürfen?

  4. Es gab schon Situationen (insbesondere bei starker Nässe) wo ich bei gelb nicht abbremsen konnte und so das Rotlicht innerhalb der 1 Sekunde überfahren musste, ansonsten wäre mir das zu dicht auffahrende Fzg. ins Heck gekracht.
    Ein Polizist bewertet die Situation, eine Digitalkamera kann das nicht…

    • Haben Sie schonmal darüber nachgedacht, ihre Fahrweise dann an die Gegebenheiten (Sie sprechen hier von Nässe) anzupassen? Dann können sie sogar rechtzeitig bremsen und anhalten, ohne über die Linie zu rutschen. Und das Beste: Der Hintermann fährt langsam genug, dass er Ihnen auch nicht ins Heck knallt.
      Ein Polizist bewertet die geschilderte Situation sicher nicht zu Ihrem Vorteil.

      • wenn alle vorschriftsmäßig fahren würden…es ist aber nicht so und wird es auch nie werden. Hier kommt die berühmte Fahhradkette ……
        Wenn , falls , aber , hätte etc.
        Fängt doch schon bei der Politik in unserem Lande an….

    • Der unterbelichtete S und der hohle A1, beide voller Minderwertigkeitskomplexe weil sie sonst nix auf die Reihe gekriegt haben, kompensieren ihre Unterlegenheitsgefühle durch „souveränes“ Autofahren.
      Bei starker Nässe schaltet die Ampel vor S auf Rot, er denkt sich, ach da komme ich noch durch, der hohle A1, der viel zu dicht auffährt, folgt.
      Die junge Mutter Silvia will mit ihrer kleinen 3jährigen Tochter die STrasse überqueren, der unterbelichtete komplexbehaftete S versucht zu bremsen, dabei prallt A1 auf sein Fahrzeug, beide schlittern über den Fussgängerüberweg und die Mutter mit ihrem Kind.
      die kleine Julia ist sofort tot, die Mutter erleidet zahlreiche Knochenbrüche und wird ins Krankenhaus eingeliefert.
      Unsere beiden Doofbacken überstehen den Unfall weitgehend unverletzt.
      Zur Gerichtsverhandlung kommt Silvia M. im Rollstuhl, den sie bis ans Lebensende nicht verlassen wird.
      Die beiden Autofahrer kommen, dank guter Anwälte, mit Bewährung davon.
      Auch seelisch überstehen die beiden die Sache gut. Während Silvia M. für den Rest ihres Lebens auf Antidepressiva angewiesen ist verdrängen die beiden, nicht zuletzt dank ihres geringen geistigen Tiefgangs und ihrer hohlen Birne, das Geschehene und sitzen nach einigen Wochen bereits wieder, wenn auch schwarz da ohne Führerschein, hinterm Steuer…

    • Bei sowas wie Schaack1 würds mich nicht wundern wenn er sich beim Nasebohren den Finger abbricht, zum Autofahren ist er jedenfalls nicht geeignet.

  5. Heute konnte man mal wieder in der Saarstrasse, Kreuzung Hohenzollernstrasse live erleben, wie nötig Ampelblitzer sind, denn da hatte es wieder heftigst gekracht so gg 13.00Uhr, offensichtlich weil irgendein Dödel mal wieder dachte er muss noch bei Rot über die Ampel, vor mir stauten sich über 20 Fahrzeuge bis dahin.
    Als dann der Verkehr wieder zu fliessen anfing wäre direkt vor mir fast der nächste Unfall passiert, vor mir, aus Richtung Innenstadt kommend, fuhr eine typische Trierer Dödel-Oma, die immer nur 500 m zum Einkaufen fährt und einen entsprechenden Fahrstil drauf hat und vor ihr ein Bus. Als der an der Haltestelle hielt fing sie, erkennbar an den Kopfbewegungen, zu schimpfen an traute sich aber nicht zu überholen, was räumlich möglich gewesen wäre. Schliesslich fuhr der Bus wieder an, in dem Moment wollte sie dann doch überholen und hätte der Busfahrer nicht gebremst hätts natürlich gekracht.
    Wegen mir können sie zukünftig an jeder Ampel so einen Blitzer installieren, 15 min im Stau gestanden weil die Unterbelichteten dieser Stadt zu doof sind zum Autofahren.

    • Wie Recht Sie haben.
      Leider gibt es zu viele von dieser Sorte, aber auch solche Testosteronies, die sich mit ihren schrottreifen Angeberboliden maßlos überschätzen und auch sonst denken, dass Regeln für sie nicht gelten (um dies zu beobachten: Neustraße oder Viehmarkt mit den entsprechenden Shischabar-Klientel aufsuchen). Beide Sorten gehören aus dem Autoverkehr entfernt.

  6. Dachte ja schon es sei Schaak1 gewesen, s. Kommentar oben, am Samstag bei dem Unfall und sah ihn schon in einem aufgemotzten tiefergelegten Sarg mit doppeltem Auspuff und Spoilern gen Friedhof tuckern, da fiel mir auf dass die Strasse trocken war und Schaak fährt ja nur bei Rot über die Ampel wenn es regnet weil man da nicht bremsen kann.

    • Nein. Kein Neid. Ich bin mit unserem VW Polo völlig zufrieden und würde ungern mit einer dieser Angeberschüsseln durch die Stadt poltern.

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